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Ermittler hoffen auf Hinweise Sonja Engelbrechts Mörder hatte wohl Ortskenntnisse

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Der Mordfall Sonja Engelbrecht soll auch in einer Sonderausgabe von "Aktenzeichen XY... Cold Cases" behandelt werden.

(Foto: picture alliance/dpa/Vifogra)

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26 Jahre gilt Sonja Engelbrecht als vermisst - bis ihr Skelett in einer Felsspalte im oberbayrischen Kipfenberg entdeckt wird. Ermittlungen ergeben nun, dass sich ihr Mörder offenbar gut in der Gegend ausgekannt hat. Die Polizei hofft auf Hinweise.

Der Mörder der vor 28 Jahren getöteten Münchnerin Sonja Engelbrecht kannte sich Ermittlern zufolge rund um das Versteck ihres Leichnams im oberbayerischen Kipfenberg offenbar gut aus. Der Ablageort in einer Felsspalte in einem Wald liege so abseits, da komme kein Wanderer oder Pilzsammler einfach so vorbei, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Stephan Beer, in München. Zudem sei der Täter wohl mit Bau- oder Renovierungsarbeiten beschäftigt gewesen. Das habe die Analyse von Säcken, Folien und des Klebebandes ergeben, mit denen der Leichnam verpackt worden war. "Da war auch Malerfarbe drauf", sagte Beer.

Die 19-Jährige war nach einem Treffen mit Freunden in München am 10. April 1995 spurlos verschwunden. 2022 wurde in einem Waldgebiet bei Kipfenberg (Landkreis Eichstätt) in einer Felsspalte ihr Skelett entdeckt. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass die damals 19-Jährige Opfer eines Sexualverbrechens wurde. Am kommenden Mittwoch kommt der Mordfall in der Sonderausgabe von "Aktenzeichen XY... Cold Cases" zur Sprache.

Hinweise erhoffen sich die Ermittler vor allem zu einer Decke, deren Überreste bei dem Skelett gefunden wurden. Die schwarz-blaue Decke aus Polyacryl habe ein markantes Pflanzenmuster. Für Tipps, die zur Aufklärung des Verbrechens führten, sei eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Die Spezialsendung "Cold Cases" startet um 20.15 Uhr im ZDF sowie im Livestream in der ZDF-Mediathek.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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