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Zuwachsrate ist rückläufig Spanien beklagt mehr als 20.000 Corona-Tote

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Zum Höhepunkt der Pandemie in Spanien wurden 950 Todesfälle am Tag gemeldet.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Spanien sind bereits mehr als 20.000 Menschen in Folge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit liegt das Land hinter den USA und Italien. Erfreulich ist dagegen, dass sich die Übertragungsgeschwindigkeit des Virus weiter verlangsamt.

Im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien hat die Zahl der Todesopfer die Marke der 20.000 durchbrochen. Binnen 24 Stunden seien 565 infizierte Menschen ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das waren 20 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl der Corona-Toten kletterte auf 20.043. Damit liegt das Land an dritter Stelle hinter den USA und Italien.

Allerdings haben die Todesopferzahlen der vergangenen Tage etwas weniger Aussagekraft, denn die Zentralregierung bemüht sich seit Freitag zusammen mit den jeweiligen Regionen des Landes um eine Vereinheitlichung der Erfassungs- und Mitteilungsmechanismen, nachdem man einige Probleme festgestellt hatte. Um die Statistiken der verschiedenen Regionen zu vereinheitlichen, erfasst das Gesundheitsministerium nur noch die Todesfälle positiv getesteter Patienten. Mehrere Regionen kritisieren, dass tausende Todesfälle auf diese Weise nicht in der nationalen Statistik auftauchten.

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Die seit Mitte März und noch mindestens bis Mitternacht des 25. April geltende strikte Ausgangssperre zur Bekämpfung trägt aber offenbar kontinuierlich Früchte. Spanien befinde sich in einer Phase, in der sich die Übertragungsgeschwindigkeit des Virus deutlich verlangsame, sagte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón. Für die nächsten Tage erwarte man "einen noch stärkeren Rückgang der Zahlen". Die spanischen Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie Anfang April überschritten wurde. Damals wurden an einem Tag 950 Todesfälle gezählt.

Von 20 Prozent Zuwachs auf 2,4 Prozent

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden kamen den amtlichen Angaben zufolge knapp 4500 neue Ansteckungsfälle hinzu, die Gesamtzahl der erfassten Infektionen erhöhte sich demnach auf knapp 192.000.

Die schon seit über zwei Wochen fast stetig abnehmend Zuwachsrate betrug somit rund 2,4 Prozent. Zeitweilig waren im Corona-Hotspot Spanien Anstiege von mehr als 20 Prozent verzeichnet worden. Gleichzeitig stieg die Zahl der Corona-Patienten, die als genesen gelten, um mehr als 3000 auf knapp 75.000. Nach Behördenangaben nahm der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen, die in einigen Regionen kurz vor dem Kollaps standen, weiter ab.

Quelle: ntv.de, jru/AFP