Panorama

Größter Fund auf offenem MeerSpanische Polizei beschlagnahmt zehn Tonnen Kokain

12.01.2026, 17:08 Uhr
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Das Bild der spanischen Polizei zeigt die Ermittler vor den 294 Paketen voller Kokain. (Foto: AFP)

Gemeinsam mit Ermittlern zahlreicher Nationen ist der spanischen Polizei ein großer Schlag gegen Kokainhandel gelungen: Mitten im Atlantik stoppen sie ein Schiff von Brasilien nach Europa, nehmen die Besatzung fest und sichern 294 Pakete voller Rauschgift.

Die spanische Polizei hat fast zehn Tonnen Kokain auf einem Frachtschiff im Atlantik beschlagnahmt. Insgesamt 9994 Kilo seien sichergestellt worden, welche in 294 Paketen in einer Salzlieferung versteckt waren, teilte die Policia Nacional auf X mit. Einem Sprecher zufolge ist damit den Ermittlern der größte Schlag gegen den Kokain-Handel auf hoher See gelungen.

Bereits vergangene Woche habe man ein unter der Flagge Kameruns fahrendes Schiff durchsucht, das auf dem Weg von Brasilien nach Europa war. Die Polizei habe dabei die 13 Besatzungsmitglieder festgenommen und neben den Drogen auch eine Schusswaffe beschlagnahmt, wie der Sprecher erklärte. Zudem sei das Schiff infolge des Einsatzes so schwer beschädigt worden, dass es von der spanischen Seenotrettung zu den Kanarischen Inseln abgeschleppt werden musste.

Berichten zufolge waren bei der Operation mit dem Codenamen „White Tide“ zahlreiche brasilianische, britische, französische und portugiesische Behörden im Einsatz. Auch US-Ermittler der Drogenermittlungsbehörde DEA seien hinzugezogen worden.

Spanien ist wegen seiner engen Verbindungen nach Lateinamerika eines der wichtigsten Schmuggelländer für Kokain und wegen seiner Nähe zu Marokko auch für Haschisch nach Europa. 2024 hatte die spanische Polizei die Rekordmenge von 13 Tonnen Kokain auf einem Schiff beschlagnahmt, das aus Ecuador kommend allerdings schon im südspanischen Algeciras angelegt hatte.

Quelle: ntv.de, gri/AFP

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