Panorama

Wohnhäuser kurz vor AbsturzSperrzone in Niscemi wird nach Erdrutsch ausgeweitet

29.01.2026, 14:50 Uhr
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Ein Erdrutsch machte Teile der Kleinstadt Niscemi im Süden Siziliens unbewohnbar. (Foto: picture alliance / ROPI)

Im sizilianischen Niscemi klafft nach einem Erdrutsch eine kilometerlange Abbruchkante. Mehr als 1500 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, eine Rückkehr ist so gut wie ausgeschlossen. Regen könnte die Situation bald noch verschlimmern.

Die Lage in der von einem massiven Erdrutsch bedrohten Stadt Niscemi auf Sizilien spitzt sich weiter zu. Eine wegen der Gefahr vor weiteren Abbrüchen ausgewiesene Sicherheitszone weitet sich wegen des immer noch voranschreitenden Erdrutsches weiter ins Zentrum der Kleinstadt aus, sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, im Fernsehen.

Auf einer Distanz von 150 Metern zur Abbruchkante wurden alle Häuser evakuiert. Das Gebiet wurde zur sogenannten roten Zone erklärt, die von niemandem betreten werden darf, nicht einmal von ehemaligen Anwohnern oder Feuerwehrleuten. "Der Erdrutsch ist weiterhin aktiv", erklärte Ciciliano.

Seit dem Wochenende sackt der Boden in Teilen von Niscemi im Süden der italienischen Mittelmeerinsel ab. Ein Teil der Stadt steht regelrecht am Abgrund und droht immer weiter abzurutschen. Mehr als 1500 Menschen mussten laut Behörden bereits ihre Häuser verlassen. Viele von ihnen werden wohl auch nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können.

Die Situation vor Ort wird von den Behörden als kritisch eingestuft. "Ich gebe nur eine Zahl, die das Ausmaß veranschaulichen kann. Im Moment sprechen wir von einer Erdrutschmasse von etwa 350 Millionen Kubikmetern", sagte Ciciliano. In den kommenden Tagen werde zudem Regen erwartet, der die Lage weiter verschlimmern könnte.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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