Panorama

Keine Schäden an Fukushima-Akw Starkes Beben erschüttert Japan

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Blick auf das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Vor zehn Jahren lösten Erdbeben und Tsunami hier eine Atomkatastrophe aus.

(Foto: AP)

Nördlich der japanischen Provinz Fukushima bebt die Erde. Die Stärke wird mit 7,2 angegeben. Für die Präfektur Miyagi wird vorübergehend eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Die Betreiber von Atomkraftwerken in der Region melden keine Schäden.

Der Nordosten Japans ist erneut von einem starken Erdbeben getroffen worden. Die Erschütterung vom Samstagabend (Ortszeit) mit einer Stärke von 6,9 vor der Präfektur Miyagi löste eine Tsunami-Warnung aus, die rund zwei Stunden später wieder aufgehoben wurde. Berichte über größere Schäden oder Opfer lagen bisher nicht vor. Lediglich von einem Verletzten berichteten lokale Medien. Zunächst hatte die Meteorologische Behörde die Stärke des Bebens mit 7,2 angegeben.

Auch in der Atomruine Fukushima Daiichi sowie anderen Kernkraftwerken der Region stellten die Betreiberkonzerne nach eigenen Angaben keine neuen Schäden fest. In Fukushima wird nächste Woche der Fackellauf für die im Sommer geplanten Olympischen Spiele beginnen. Die starke Erschütterung von 18.09 Uhr (10.09 MEZ) war auch im Großraum Tokio zu spüren.

Erst Mitte vergangenen Monats war dieselbe Region im Nordosten von einem starken Beben erschüttert worden. Rund 150 Menschen waren verletzt worden. Das neue Beben traf die Region nur eine Woche nach dem Gedenken an die Opfer der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren. Damals hatte ein starkes Seebeben vor derselben Küste einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der fast 20.000 Menschen in den Tod riss. Im Kernkraftwerk Fukushima war es zu einem Super-Gau gekommen.

Bewohner flüchten auf Anhöhen

Auch diesmal hatte die nationale Meteorologische Behörde zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben und vor Flutwellen von bis zu einem Meter Höhe gewarnt. Einige Bewohner hatten sich daraufhin sofort auf Anhöhen geflüchtet. In einigen Geschäften fielen Waren aus den Regalen. Vorübergehende Aufforderungen lokaler Behörden an die Bürger, sich in Sicherheit zu bringen, wurden am Abend (Ortszeit) wieder aufgehoben.

Das Erdbebenzentrum habe in rund 60 Kilometer Tiefe vor der Küste der Präfektur Miyagi gelegen, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Es habe relativ dicht am Fokus des Erdbebens von Mitte Februar gelegen, das eine Stärke von 7,3 hatte und die Präfekturen Miyagi und Fukushima erschüttert hatte.

In mindestens 200 Haushalten fiel nach Angaben des japanischen Fernsehens in Folge des neuen Bebens vom Samstag vorübergehend der Strom aus. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen sowie von Fahrstühlen in manchen Gebäuden wurde automatisch gestoppt.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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