Panorama

Corona in Frankreich Sterblichkeit bei Einwanderern steigt stark

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In Frankreich stieg die Sterblichkeit während der Corona-Pandemie 2020 landesweit um neun Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Erst kürzlich meldet Frankreich über 100.000 Corona-Tote im eigenen Land. Schon 2020 steigt die Sterblichkeit stark an. Dabei sind es überproportional viele Menschen aus dem Ausland, die ihr Leben während der Pandemie verlieren.

Bei im Ausland geborenen Menschen ist die Übersterblichkeit im Jahr 2020 während der Corona-Pandemie in Frankreich besonders hoch gewesen. Mit Blick auf das ganze Jahr und alle Todesursachen ist die Zahl der Toten unter Menschen, die in Frankreich geboren sind, um acht Prozent angestiegen, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Bei Menschen, die im Ausland geboren sind, war dieser Wert mehr als doppelt so hoch und lag bei 17 Prozent.

Landesweit lag der Anstieg der Sterblichkeit bei neun Prozent. Bei Menschen, die in Asien oder Afrika geboren sind, war der Anstieg besonders hoch. Er lag bei Einwanderern, die in den Maghreb-Staaten geboren sind, bei 21 Prozent; bei jenen, die in einem anderen afrikanischen Land geboren sind, bei 36 Prozent. Auch bei Menschen aus Asien war der Anstieg mit 29 Prozent sehr deutlich.

Bei Menschen, die in Europa oder in einem amerikanischen Land geboren wurden, sei der Anstieg der Todesfälle ähnlich gewesen wie bei Menschen, die in Frankreich geboren wurden, so Insee. Besonders groß war die Kluft bei der Übersterblichkeit während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020. Während der zweiten Welle sei der Unterschied geringer gewesen. Insee betont, mit der Untersuchung den Unterschied nicht erklären zu können, da keine Informationen über die Lebensbedingungen oder den Gesundheitszustand ausgewertet worden seien.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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