Panorama

Nach Flucht aus Psychiatrie Straftäter stirbt durch Polizeikugel

Am Tag nach ihrer spektakulären Flucht aus einer Psychiatrie stellt die Polizei in Aachen zwei Männer. Die beiden bedrohen eine unbeteiligte Frau. Es kommt zu einem Schuss. Am Ende ist einer der beiden Straftäter tot.

Bei der Festnahme der beiden geflohenen Straftäter aus der forensischen Psychiatrie in Bedburg-Hau ist einer der Männer durch eine Kugel mutmaßlich aus einer Polizeiwaffe tödlich getroffen worden. "Einer der beiden Täter erlag trotz notärztlicher Maßnahmen seinen Verletzungen", sagte der Aachener Polizeisprecher Andreas Müller.

Polizisten hätten zuvor am Abend die beiden Männer verfolgt, die daraufhin auf einem Schulgelände eine unbeteiligte Frau bedrohten. Im Rahmen der Festnahme sei es zu einer Schussabgabe gekommen, wie es von der Polizei hieß. Das Polizeipräsidium Mönchengladbach übernehme aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen. Zuständig sei die Staatsanwaltschaft Aachen.

Die als gewaltbereit geltenden 38 und 43 Jahre alten Männer hatten laut Polizei am Montagabend im etwa 150 Kilometer entfernten Kleve einen Pfleger mit einem Messer bedroht und ihn gezwungen, die Außentür unter einem Vorwand öffnen zu lassen. Dann sollen sie im Auto des Pflegers geflüchtet sein. Die geflüchteten Patienten sollen aus Aachen stammen. Beide befanden sich im Maßregelvollzug und waren wegen Raubdelikten verurteilt worden.

Ein Zeuge meldete der Polizei am Dienstag das leerstehende Fluchtauto - einen weißen Ford Mondeo - in Aachen. Die Polizei fahndete daraufhin mit Hochdruck im Raum Aachen nach den Flüchtigen. Am Abend konnte die Polizei die beiden Männer schließlich stellen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP