Panorama

"Hermine" und "Bella" toben Stürme wüten in Deutschland und Frankreich

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Auch in Großbritannien, wie hier bei Dover, wütete "Bella".

(Foto: imago images/i Images)

Mit orkanartigen Böen sorgt Sturmtief "Hermine" mit Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde in Norddeutschland für Unordnung. In Nordfrankreich und Großbritannien tobt Sturm "Bella" mit bis zu 170 Stundenkilometern und kappt tausende Haushalte von der Stromversorgung ab.

Sturmtief "Hermine" hat ungemütliches Wetter in den Norden gebracht und in manchen Regionen kleinere Schäden angerichtet. In Hamburg waren wegen des Sturms im Laufe des Sonntags der Polizei zufolge mehrere Bauzäune umgekippt, Schilder umhergeweht, Bäume umgestürzt und Äste, Glasscheiben und Dachziegel auf den Boden gefallen. Zudem sei ein Baugerüst in Alsterdorf auf einer Länge von 15 Metern auf die Straße gestürzt, sagte ein Sprecher in Hamburg. Ähnlich sah es in Schleswig-Holstein aus. Verletzte hatte es bis zum Sonntagnachmittag den Erkenntnissen zufolge nicht gegeben.

Der Seewetterdienst Hamburg hatte für die Küstengebiete an der Nord- und Ostsee eine Sturmwarnung herausgegeben. Er warnte bis zum Sonntagabend hin im Norden vor Sturmböen mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde und vor allem in Schleswig-Holstein in den Kreisen Dithmarschen und Ostholstein vor schweren Sturmböen mit bis zu 95 Kilometern pro Stunde. An der Nordsee wurden orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde erwartet.

Erste Auswirkungen hatte der Sturm an den Küsten bereits am Vormittag. Die für Sonntag geplanten Fährfahrten zwischen Cuxhaven und Helgoland fallen aus, teilte die Reederei Cassen Eils mit. Bei Fahrten mit dem Autozug von Niebüll nach Westerland auf Sylt werden nach Angaben der Deutschen Bahn wegen des Sturms bestimmte Fahrzeugtypen wie Camping-Fahrzeuge oder Autos mit Anhängern voraussichtlich bis zum Nachmittag hin nicht transportiert.

Kein Strom, Flüge behindert

Der Sturm "Bella" hat derweil in tausenden Haushalten in Nordfrankreich und Großbritannien für Stromausfälle gesorgt und den Flug- und Zugverkehr behindert. Etwa 12.000 Haushalte in der Bretagne und der Normandie sowie 6000 Haushalte in der Region von Calais waren betroffen. Auch in Wales fiel in etwa 20.000 Haushalten der Strom aus; Züge waren wegen umgefallener Bäume verspätet.

Der Flughafen Charles de Gaulle im Norden von Paris meldete, dass wegen des Sturms mehr als ein Drittel der Flüge im Durchschnitt etwa 50 Minuten Verspätung hatte. Eine Maschine aus Luxemburg musste zum Startflughafen zurückkehren, drei weitere Flugzeuge wurden zum Airport Orly umgeleitet.

Auf der südbritischen Isle of Wight erreichten die Böen in der Nacht zum Sonntag Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern. Für Sonntagabend gab der britische Wetterdienst eine Warnung wegen erwarteter Schnee- und Graupelschauer in Nordengland, Schottland und Nordirland heraus.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa/AFP

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