Panorama

Verschollene Boeing Suche nach MH370 wird unterbrochen

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Flug MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden.

(Foto: REUTERS)

Die Suche nach der vermissten Boeing der Malaysia Airlines nähert sich dem Ende. Die Hoffnung, das Wrack zu finden, "schwindet". Sollten bis zum Ende der derzeitigen Operation keine "neuen glaubhaften Hinweise" auftauchen, wird die Suche ausgesetzt.

Wenn das Wrack des verschwundenen Fluges MH370 nicht bald gefunden wird, soll die Suche bis auf weiteres unterbrochen werden. Darauf einigten sich die Minister aus Malaysia, Australien und China in Kuala Lumpur.

"Trotz der größten Anstrengungen aller Beteiligten sinkt die Wahrscheinlichkeit, das Flugzeug zu finden", hielten die Minister fest. Sie bezogen sich auf das Suchgebiet im Indischen Ozean westlich von Australien, in dem nur noch 10.000 der 120.000 Quadratkilometer unerforscht sind. Sollten bis zum Ende der derzeitigen Operation keine "neuen glaubhaften Hinweise" auftauchen, werde die Suche ausgesetzt, bis es neue zuverlässige Informationen zum Absturzort gebe.

Die Hinterbliebenen hatten vehement gegen die mögliche Einstellung der Suche protestiert. Sie wollen versuchen, weiteres Geld aufzutreiben, etwa vom Hersteller der Maschine, der Firma Boeing, oder Zulieferern. "Die Menschen an Bord sind noch nicht heimgekommen, wir können nicht so einfach aufgeben", schrieb Jacquita Gonzales, die Frau von Chefsteward Patrick Gomes, auf der Facebook-Seite der Angehörigen.

MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. 153 der Insassen waren Chinesen. Experten vermuten, dass die Boeing 777 vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte. Warum das Flugzeug vom Kurs abkam, ist bis heute völlig unklar.

Experten einer niederländischen Firma, die an der Suche beteiligt sind, vermuten, dass MH370 möglicherweise nicht abgestürzt, sondern im Sinkflug ins Meer geglitten ist. Falls diese Annahme stimmt, wäre über zwei Jahre lang an falscher Stelle gesucht worden.

Bisher wurden nur kleinere Trümmerteile des Flugzeugs an Stränden am Indischen Ozean angespült.

Quelle: ntv.de, dsi/dpa