Panorama

Kaum Wirkung bei Mutante Südafrika bittet um Impfstoff-Rücknahme

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In Südafrika ist dieser Corona-Impfstoff vergangenen Sommer erprobt worden.

(Foto: REUTERS)

Vergangene Woche erhält Südafrika eine Million Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca. Der schützt aber kaum gegen die im Land vorherrschende Corona-Variante. Die Regierung bittet den Hersteller aus Indien deshalb, das Mittel zurückzunehmen.

Südafrika hat das Serum Institute of India (SII) gebeten, eine Million Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Astrazeneca zurückzunehmen. Das berichtet die indische Zeitung "Economic Times". Eine Bestätigung der südafrikanischen Regierung liegt noch nicht vor. Auch das Unternehmen hat sich bisher nicht zu dem Bericht geäußert.

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Das SII ist der weltgrößte Impfstoffhersteller und produziert das Vakzin von Astrazeneca. Eine klinische Studie hatte allerdings vergangene Woche ergeben, dass das Mittel nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der Coronavirus-Variante B.1.351 schützt, die in Südafrika vorherrscht. Der südafrikanische Gesundheitsminister hatte daher erklärt, dass das Land die Einführung des Impfstoffs aussetzen wird.

Südafrika hat vergangene Woche eine Million Impf-Dosen von SII erhalten. In den nächsten Wochen sollte eine weitere Lieferung über 500.000 Dosen im Land eintreffen.

Seine Impfkampagne will Südafrika stattdessen mit dem noch nicht zugelassenen Vakzin des amerikanischen Pharmaunternehmens Johnson & Johnson fortsetzen. Dieses werde in einer sogenannten Durchführungsstudie verabreicht, teilte das Gesundheitsministerium zuletzt mit. In der geplanten ersten Phase der Impfkampagne sollen rund 1,25 Millionen Gesundheitsmitarbeiter geimpft werden. Es sei bewiesen, dass die Johnson & Johnson-Impfung effektiv sei gegen die in Südafrika vorherrschende Variante, hieß es. "Die notwendigen Zulassungsverfahren für die Verwendung in Südafrika laufen derzeit."

Quelle: ntv.de, chr/rts