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Lion-Air-Absturz vor Indonesien Taucher bergen gut erhaltene Blackbox

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Nach dem Flugzeugabsturz fahren an der Suchaktion beteiligte Taucher mit einem Schlauchboot aufs Meer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Indonesische Taucher bergen drei Tage nach dem Absturz des Lion-Air-Flugzeugs die zugehörige Blackbox. Der Flugschreiber hat das Unglück wohl überstanden. Nun wird ermittelt, ob die Tragödie - wie vermutet - auf technische Probleme zurückzuführen ist.

Drei Tage nach dem Absturz einer indonesischen Passagiermaschine mit 189 Todesopfern haben Suchteams nach einem TV-Bericht die Flugschreiber aus dem Meer geborgen. Die Blackbox wurde in etwa 15 Kilometern Entfernung von der Küste aus dem Wasser gezogen, meldete der Sender Metro TV. Sie soll in gutem Zustand sein.

Bei dem Absturz der Boeing 737 des Billigflug-Anbieters Lion Air waren am Montag alle 181 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Die Maschine hatte wenige Minuten nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta dramatisch an Höhe verloren. Der Pilot versuchte nach Angaben der Flugsicherheitsbehörde noch, die Maschine zurückzusteuern. Dann stürzte sie ins Meer.

Vermutet wird, dass technische Probleme die Ursache dafür waren. Am Tag zuvor hatte die Maschine bei einem anderen Flug Schwierigkeiten mit der Instrumentenanzeige im Cockpit. Von den Flugschreibern erhoffen sich die Ermittler nun Aufschluss. Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Boeing 737 MAX. Es ist der erste Absturz einer Maschine dieses Typs, der erst 2017 in Dienst gestellt wurde. Das Wrack liegt etwa 30 Meter tief auf dem Meeresgrund.

Quelle: n-tv.de, agr/rts/dpa

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