Panorama

Gendarm mit Messer angegriffenAnti-Terror-Einheit am Pariser Triumphbogen im Einsatz

13.02.2026, 20:57 Uhr
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Der Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr und löste einen Großeinsatz aus. (Foto: AFP)

Während einer Erinnerungszeremonie greift ein Mann am Triumphbogen einen Gendarm mit einem Messer an. Ein Soldat schießt den mutmaßlichen Täter nieder. Die Polizei sperrt das Areal ab. Frankreichs Innenminister spricht von einem Terrorangriff.

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat einen Gendarmen beim Triumphbogen in Paris angegriffen und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm dazu Ermittlungen, wie die Behörde mitteilte. Präsident Macron sprach bei X von einem Terrorangriff. Wie es von der Gendarmerie hieß, wurde der Angreifer angeschossen und tödlich verletzt. Zu den genauen Hintergründen des Vorfalls am frühen Abend konnte ein Sprecher der Gendarmerie zunächst nichts sagen. Der zentral gelegene Platz rund um den Triumphbogen wurde abgeriegelt.

Mehrere Metrolinien halten vorübergehend nicht am Bahnhof Charles-de-Gaulle-Etoile. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez sprach von einem versuchten Angriff auf den Soldaten. Medienberichten zufolge ereignete sich die Tat gegen 18 Uhr, als gerade eine Zeremonie am Denkmal des unbekannten Soldaten vorbereitet wurde. Die sogenannte "Ewige Flamme" befindet sich unterhalb des Triumphbogens und soll an unbekannte und verstorbene Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnern.

Nuñez zufolge habe der Mann versucht, jemanden aus der Musikkapelle der Gendarmerie anzugreifen und diesen an der Hand verletzt. Ein weiterer Gendarm habe daraufhin seine Waffe genutzt und den Angreifer niedergeschossen. Der Grund für den Angriff sei bisher nicht bekannt. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte schließlich mit, der Angreifer sei dort seinen Verletzungen erlegen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Angreifer ein 1978 geborener Franzose, der bereits 2012 in Belgien drei Polizisten angegriffen hatte. Dafür sei er wegen versuchten Mordes, Terrorismus und anderer Vergehen zu einer 17-jährigen Haftstrafe verurteilt. Der Tageszeitung "Le Parisien" zufolge sei er 2025 freigekommen und habe seitdem unter Beobachtung der französischen Behörden gestanden.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen war der Mann in Seine-Saint-Denis in der Nähe von Paris gemeldet. Der Gendarm soll nicht verletzt sein, berichtete der Sender BFMTV unter Verweis auf Kreise. Im Gegensatz zu Polizeibeamten gehören Gendarmen formell zur französischen Armee. Polizei und Gendarmerie haben als Sicherheitskräfte unterschiedliche Aufgabengebiete.

Quelle: ntv.de, gri/dpa

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