Panorama

Tote in USA und Mexiko Texas friert: Kälteeinbruch überrascht Süden

Die Temperaturen in Texas sinken sehr selten unter den Gefrierpunkt. Doch seit Tagen sind die Südstaaten der USA und der nördliche Teil Mexikos von einem historischen Kälteeinbruch betroffen. Mehr als 20 Menschen sind bereits ums Leben gekommen. Noch gibt es keine Aussicht auf Entspannung.

Durch den Wintereinbruch in den USA und im südlichen Nachbarland Mexiko sind Medienberichten zufolge bereits mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Ungewöhnlich kaltes Winterwetter hat Teile der USA weiter fest im Griff. Im südlichen Bundesstaat Texas, der am stärksten von dem Kälteeinbruch betroffen ist, erstickten laut NBC News eine Frau und ein Mädchen, die versucht hatten, sich mithilfe eines Autos aufzuwärmen. In der Stadt Houston erfroren zwei Obdachlose, wie das Büro des Sheriffs in Harris County mitteilte.

In Louisiana starb ein Mann nach einem Sturz auf glatter Eisfläche an einer Kopfverletzung. Ein zehnjähriger Junge starb bereits am Sonntag in Tennessee, nachdem er zusammen mit seiner sechsjährigen Schwester auf einem zugefrorenen Teich eingebrochen war. In Texas, Kentucky und Missouri starben mehrere Menschen bei wetterbedingten Verkehrsunfällen.

Das extreme Winterwetter löste mindestens vier Tornados aus, wie es auf der Website Weather.com hieß, darunter einen in North Carolina, durch den mindestens drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt wurden.

Im Norden von Mexiko starben nach Angaben der Behörden sechs Menschen, fünf von ihnen an Unterkühlung, einer erstickte wegen einer defekten Heizung, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Durch die Kälte waren Gasleitungen eingefroren, was Stromausfälle zur Folge hatte.

Ein "historischer Sturm"

Das Weiße Haus teilte mit, US-Präsident Joe Biden habe mit den Gouverneuren der betroffenen Staaten wie Texas, Louisiana und Kentucky über das "extreme Winterwetter" gesprochen. Die Regierung werde alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um den Menschen zu helfen, "diesen historischen Sturm" zu überstehen.

In den USA waren am Dienstagabend mehr als 3,5 Millionen Wohnungen und Geschäfte ohne Strom. Um eine Überlastung der Netze zu verhindern, schalteten die Stromversorger in Texas seit dem Wochenende immer wieder einzelne Werke ab. Nach Angaben der Webseite Poweroutage.us fehlte allein in dem südlichen Staat mehr als drei Millionen Haushalten der Strom. Kunden sollten sich darauf einstellen, dass die Versorgung möglicherweise über Dienstagabend hinaus unterbrochen sein könnte, teilte das Elektrizitätswerk in der Stadt Austin auf Twitter mit.

In Chicago im Norden der USA türmte sich derweil der Schnee. Dort hatten die Bewohner Mühe, ihre Autos von den Schneemassen zu befreien.

Quelle: ntv.de, cls/dpa/AFP

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