Panorama

Als falscher Arzt im Impfzentrum Theologe soll gegen Corona geimpft haben

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Der Angeklagte gibt zu, seine Approbationsurkunde gefälscht zu haben. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Ein Mann arbeitet für zwei Monate in einem bayerischen Impfzentrum und verabreicht in dieser Zeit Hunderte Dosen des Corona-Vakzins. Doch es stellt sich heraus: Der 50-Jährige ist gar kein Mediziner, sondern Theologe. Nun droht ihm eine Haftstrafe.

Ein Theologe soll sich als Arzt ausgegeben und Menschen in zwei Impfzentren in Oberbayern Corona-Impfungen verabreicht haben. Die Staatsanwaltschaft Traunstein klagte den 50-Jährigen nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung und Betrugs an.

Er soll im Februar und März rund 300 Impfungen selbst und mehr als 1100 angeordnet haben. Anhaltspunkte für gesundheitliche Komplikationen bei den Geimpften gebe es bisher nicht. Es bestehe aber der Verdacht auf Körperverletzung, da er die Einwilligung der Geimpften durch Täuschung erschlichen habe.

Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen. Nur die Fälschung der Approbationsurkunde als Arzt habe er bei einer Sachverständigen eingeräumt. Bei einer Verurteilung könnte ihm nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe drohen.

Der Theologe habe sich mit der gefälschten Approbationsurkunde bei Impfzentren in Rosenheim und Karlsfeld (Landkreis Dachau) beworben, teilte die Anklagebehörde mit. Im Landkreis Rosenheim soll er auch bei mobilen Einsätzen in Alten- und Pflegeheimen tätig gewesen sein.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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