Panorama

Zyklon trifft Corona-Hotspot Tote bei Wirbelsturm an Indiens Küste

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Der Zyklon brachte starke Regenfälle und Überschwemmungen mit sich.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Indien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Nun sorgt neben der Virusvariante B.1.617 der Zyklon "Tauktae" für zusätzliches Leid: Zehntausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Behörden berichten von mehr als einem Dutzend Todesfällen.

Ein heftiger Wirbelsturm ist in Indien auf die Küste des Bundesstaates Gujarat getroffen. Dies teilte der indische meteorologische Dienst mit. Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde seien bei "Tauktae" möglich, es wurde eine starke Verwüstung erwartet. Der Regierungschef von Gujarat sagte, dass 150.000 Menschen in temporären Unterkünften in Sicherheit gebracht worden seien. Seit seiner Entstehung Ende vergangener Woche starben laut örtlichen Katastrophenschutzbehörden an der Westküste Indiens insgesamt mindestens 14 Menschen.

Gleichzeitig wütet in dem Land eine heftige zweite Corona-Welle, unter anderem mit der besonders ansteckenden indischen Virusvariante B.1.617, die die Weltgesundheitsorganisation als besorgniserregend eingestuft hat. Von der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hieß es dazu: "Dieser Zyklon ist ein schrecklicher doppelter Schicksalsschlag für Millionen Menschen in Indien, deren Familien bereits durch rekordhohe Covid-Infektionen und Todesfälle heimgesucht worden sind. Viele Familien halten sich gerade so knapp über Wasser."

"Tauktae" hatte für viel Wind und Regen gesorgt. In der Finanzmetropole Mumbai wurden wegen des heftigen Sturms Züge ausgesetzt und der Flughafen sieben Stunden lang geschlossen, wie ein Stadtsprecher mitteilte.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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