Panorama

Schäden an Perus Kulturerbe Touristen werden nach Fäkalien-Eklat bestraft

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Die Inka-Stadt Machu Picchu ist seit 1983 Unesco-Weltkulturerbe.

(Foto: REUTERS)

Sie sollen sich illegal Zutritt zur Inka-Ruine Machu Picchu verschafft, einen Stein aus einer Mauer gebrochen und ihre Notdurft verrichtet haben. Jetzt werden fünf Touristen aus Chile, Frankreich, Brasilien und Argentinien aus Peru abgeschoben.

Der mutmaßliche Haupttäter, ein 28-jähriger Argentinier, bleibe vorerst in Peru in Haft, teilte die Polizei mit. Ihm wird die Beschädigung von kulturellem Erbe vorgeworfen. Die Touristen waren den Angaben zufolge am Sonntag festgenommen worden, nachdem Parkwächter und Polizisten sie im Sonnentempel gefunden hatten. Die größten Teile des im Zentrum von Machu Picchu gelegenen Tempels sind für Touristen gesperrt.

Die Ruinenstätte Machu Picchu gehört zu den wichtigsten Touristenattraktionen Südamerikas und zählt seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadt wurde im 15. Jahrhundert von den Inkas errichtet und besteht aus rund 200 Bauten. Bis zu 6000 Touristen besuchen die Inka-Stätte jeden Tag. Archäologen und die Unesco fordern bereits seit Langem, die Zahl der Besucher deutlich zu senken, um die Ruinenstadt besser zu erhalten.

Quelle: ntv.de, jru/dpa/AFP