Panorama

500 Mal "Das tut mir sehr leid" Touristen zu Schreib-Strafe verdonnert

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Straßen sind abgeriegelt, die Polizei patroulliert: Die Ausgangssperre wird in Indien ziemlich strikt durchgesetzt.

(Foto: imago images/Hindustan Times)

Wie in vielen anderen Ländern der Welt gilt auch in Indien gerade eine Ausgangssperre. Bei Verstößen drohen bis zu zwei Jahre Haft. Verglichen damit kommen zehn Touristen in Rishikesh mit ihrer recht unkonventionellen Strafe noch glimpflich davon.

Zehn ausländische Touristen, die in Indien gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie verstoßen haben, sind zu einer ungewöhnlichen Strafe verdonnert worden. Die Reisenden aus Israel, Mexiko, Australien und Österreich mussten jeweils 500 Mal schreiben: "Ich habe mich nicht an die Regeln der Ausgangssperre gehalten, das tut mir sehr leid", wie der Polizist Vinod Sharma am Sonntag mitteilte.

Die Touristen hatten die durch die Beatles bekannt gewordene nordindische Stadt Rishikesh besucht. Dort hatte sich die legendäre englische Popband 1968 auf der Suche nach Spiritualität in ein Meditationszentrum, ein sogenanntes Ashram, begeben. In der Gegend halten sich derzeit mehr als 700 ausländische Touristen auf. Künftig sollen Hotels ihren Gästen nur noch erlauben, in Begleitung eines örtlichen Helfers rauszugehen.

In Indien gilt seit Ende März eine landesweite Ausgangssperre; die Bewohner dürfen ihre Häuser nur zum Einkauf in Lebensmittelgeschäften und Apotheken verlassen. Es wird erwartet, dass Premierminister Narendra Modi die eigentlich bis Dienstag dauernde landesweite Regelung um zwei Wochen verlängert. In Indien sind bislang mindestens 273 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, es gibt mehr als 8300 bestätigte Infektionen.

Quelle: ntv.de, ino/AFP