Panorama

Kommt 2020 schon "Plunddo Tram"? Trump dient als Vorlage für Comic-Bösewicht

Der Comic-Zeichner Jim Starlin ist kein Trump-Fan, dass wird er bald künstlerisch zeigen.

Der Comic-Zeichner Jim Starlin ist kein Trump-Fan, was er bald künstlerisch zeigen wird.

(Foto: picture alliance/dpa)

Donald Trumps Wahlkampfteam hat den Präsidenten mit dem aus dem Marvel-Universum bekannten Bösewicht Thanos verglichen. Jetzt gibt der Erfinder Trump einen großen Auftritt in seinem neuen Werk, und zwar als Bösewicht "Plunddo Tram". Ob er damit Trumps Geschmack trifft, ist fraglich.

Der US-amerikanische Comic-Zeichner Jim Starlin hat eine besonders kreative Methode genutzt, um sein Missfallen am amtierenden US-Präsidenten Donald Trump auszudrücken: Dieser ist nun die Vorlage für einen neuen Comic-Bösewicht. Der Charakter heißt König "Plunddo Tram" - ein Akronym für Donald Trump - wie der "Hollywood Reporter" berichtet. Die Figur tritt in Starlins "Dreadstar Returns" auf, einer mit Crowdfunding finanzierten Graphic Novel, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Starlin arbeitete bereits an bekannten Comic-Reihen, wie etwa Batman, Silver Surfer, Punisher oder Thor. Nachdem der Autor Trumps Politik während der Corona-Krise unzufrieden beobachtet hatte, hat er das Skript sogar noch einmal umgeschrieben, sagte Starlin dem "Hollywood Reporter". "Denn König Plunddo Tram war nicht ganz so verabscheuungswürdig, wie ich ihn mir vorgestellt hatte." Das habe er aber geändert.

In "Dreadstar Returns" tritt Plunddo Tram als Gegner der Hauptfigur Dreadstar auf, einem Weltraum-Krieger. Welche Kräfte er hat, ist noch nicht bekannt. Allerdings gibt es schon erste äußerliche Merkmale von "Plunddo Tram". So ist er eine gewaltige Gestalt im lilafarbenen Anzug mit wehenden nach oben abstehenden Haaren. Dabei trägt er einen extra langen Gürtel, was auf Trumps sehr lange Krawatten verweisen könnte. Starlin hatte schon einmal sein Missfallen gegenüber dem US-Präsidenten geäußert: Als dessen Wahlkampfteam im vergangenen Jahr einen Clip veröffentlichte, in dem Trumps Kopf auf den Körper des Marvel-Bösewichtes Thanos montiert war.

Thanos-Erfinder Starlin reagierte wenig erfreut. Auf Instagram schrieb er, erst habe er es als Verletzung empfunden, dass dieser "Dummkopf" seine Schöpfung nutze, "um sein kindisches Ego zu streicheln". Dann sei ihm aufgefallen, dass der Anführer seines Landes und der freien Welt es tatsächlich genieße, sich mit einem Massenmörder zu vergleichen. "Wie krank ist das?", fragt Starlin. Der Comic-Zeichner hat sich bereits als Unterstützer des Demokraten Joe Biden gezeigt und für dessen Kampagne gespendet.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.