Panorama

Trotz schwacher Impfquote Tschechien beendet fast alle Corona-Maßnahmen

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Die Infektionszahlen in Tschechien gehen zurück, gleichzeitig wird aber auch weniger getestet.

(Foto: picture alliance/dpa/CTK)

Als nächstes deutsches Nachbarland kündigt Tschechien an, die meisten Corona-Einschränkungen zu streichen. Für Großveranstaltungen etwa gilt ab März keine Teilnehmerbegrenzung mehr. Wenig später soll auch die generelle Maskenpflicht wegfallen.

Tschechien schafft in den nächsten Wochen fast alle verbliebenen Corona-Schutzmaßnahmen ab. Vom 1. März an werden Großveranstaltungen und Feiern ohne Teilnehmerbegrenzung erlaubt, wie Gesundheitsminister Vlastimil Valek nach einer Kabinettssitzung ankündigte. Derzeit dürfen zum Beispiel an Konzerten maximal 1000 sitzende Zuschauer teilnehmen.

Vom 13. März an entfällt die generelle Maskenpflicht in Innenräumen. Nur in Bahn und Bus sowie in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen muss dann noch eine FFP2-Maske angelegt werden. Bei der Einreise gelten je nach Herkunftsland weiterhin diverse Anmelde-, Test- und Nachweispflichten.

Nach Einschätzung von Regierungsexperten hat Tschechien den Höhepunkt der Omikron-Welle bereits hinter sich. Nach aktuellen Zahlen gab es 809 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Allerdings wird auch weniger getestet, seit die regelmäßigen Massentests in Schulen und Betrieben ausgelaufen sind.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Krankenkassen für die Tests im vorigen Jahr umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro ausgegeben hatten. Bei der Impfung hinkt Tschechien hinterher: Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben 37,1 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten (Deutschland: 56,3 Prozent).

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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