Panorama

Schwerste Unwetter seit Jahren Türkei meldet zahlreiche Tote nach Flut

Die Menschen im Norden der Türkei versuchen, die Schäden der Flut zu beseitigen und suchen nach vermissten Angehörigen. Die Flut ist die heftigste seit vielen Jahren.

Die Menschen im Norden der Türkei versuchen, die Schäden der Flut zu beseitigen und suchen nach vermissten Angehörigen.

(Foto: picture alliance / abaca)

Weltweit reißen die Meldungen über schwere Naturkatastrophen nicht ab. Nach wochenlangen Waldbränden ist die Türkei von heftigen Überschwemmungen getroffen worden. Bei den Aufräumarbeiten stoßen die Helfer immer wieder auf neue Todesopfer.

Bei den Überschwemmungen in der Nordtürkei sind bisher mindestens 70 Menschen gestorben. In den betroffenen Regionen gingen die Rettungsarbeiten weiter, teilte die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad mit. 47 Menschen würden vermisst, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Afad.

Heftige Regenfälle haben in den vergangenen Tagen zu den schlimmsten Überflutungen seit Jahren in der türkischen Schwarzmeerregion geführt. Besonders betroffen sind die Provinzen Kastamonu, Sinop und Bartin. Mehrere Häuser wurden von den Fluten zum Einsturz gebracht, auch Brücken stürzten ein, wie Bilder von vor Ort zeigten. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Es würden immer wieder Tote aus eingestürzten Gebäuden geborgen, berichtete die staatsnahe Nachrichtenagentur DHA. Gleichzeitig seien Aufräumarbeiten im Gange, um Straßen und Gebäude von Schlamm zu befreien, den die Fluten zurückgelassen haben.

Nach Ansicht von Experten ist neben dem Klimawandel auch die Begradigung von Flüssen und die Einengung des Flusses Ezine im Bezirk Bozkurt ein Faktor für die starken Überschwemmungen. Vor der Flut war die Türkei, wie viele Orte am Mittelmeer, von heftigen Waldbränden betroffen.

Quelle: ntv.de, ksp/dpa

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