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Brandgefahr bei einigen Modellen Tuifly will nicht alle MacBooks an Bord

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Am liebsten hätte Tuifly manche MacBook-Pro-Modelle nicht mehr an Bord.

(Foto: imago images / Rüdiger Wölk)

Einige in einem bestimmten Zeitraum gefertigte Apple-Laptops neigen zur Selbstentzündung. Der Hersteller hat einige der Geräte bereits zurückgerufen. Nun reagieren auch Airlines und appellieren an Passagiere, die Geräte am Boden zu lassen.

Wegen Brandgefahr haben mehrere Fluglinien die Mitnahme bestimmter Apple-Notebooks verboten. Betroffen sind 15-Zoll-MacBook-Pro-Geräten, die hauptsächlich zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft wurden. Der Frachtabwickler Total Cargo Expertise, der für Tuifly, Thomas Cook Airlines, Air Italy und Air Transa arbeitet, versandte eine entsprechende Mitteilung an die Unternehmen, wie das US-Finanzportal Bloomberg berichtet. Ein Tuifly-Sprecher bestätigte Bloomberg und dem "Spiegel" das Verbot, die betroffenen Geräte mitzunehmen.

Ende Juli hatte Apple wegen Brandgefahr die Batterien einer "begrenzten Anzahl" von 15-Zoll-MacBook-Pro-Geräten zurückgerufen. Bei den Geräten einer älteren Generation könne die Batterie überhitzen und so ein Brandrisiko darstellen, teilte Apple mit. Apple tauscht die Batterien seither kostenlos aus.

Apple machte keine Angaben zur Anzahl der betroffenen Geräte. In China sind es nach Behördenangaben rund 63.000. Demnach gab es sechs "Zwischenfälle" mit erhitzten Laptops des Typs in der Volksrepublik. Sowohl die europäische Flugsicherheitsbehörde Easa als auch die US-Flugaufsicht Faa informierten die Fluglinien über die potenzielle Gefahr sowie geltende Richtlinien zum Umgang mit potenziell gefährlichen Lithium-Batterien.

Während Tuifly die Hinweise so versteht, dass eine Mitnahme der per Seriennummer erkennbaren Geräte verboten ist, scheinen andere Fluglinien noch keine Regelung zum Umgang mit den betroffenen Notebooks getroffen zu haben. Letztlich, so ein Tuifly-Sprecher im Gespräch mit dem "Spiegel", sei eine Mitnahme der Geräte auch nicht zu kontrollieren. Vielmehr sei man darauf angewiesen, den Kunden zu vertrauen.

Quelle: n-tv.de, shu

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