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Im Mai 2013 starb sein Ziehsohn, jetzt ist der dafür verantwortliche Ziehvater zum Tode verurteilt worden.
Im Mai 2013 starb sein Ziehsohn, jetzt ist der dafür verantwortliche Ziehvater zum Tode verurteilt worden.(Foto: AP)
Freitag, 08. Juni 2018

Achtjähriger zu Tode gefoltert: US-Gericht mit Todesstrafe gegen Ziehvater

Der achtjährige Gabriel Fernandez muss gefesselt im Schrank schlafen, Katzenkot essen, ihm werden Schädel und Rippen gebrochen - das alles, weil sein Stiefvater glaubt, dass er schwul ist. Jetzt werden der Mann und die Mutter des Jungen verurteilt.

Ein 37-jähriger Mann, der den acht Jahre alten Sohn seiner Freundin zu Tode quälte, ist in Kalifornien zum Tod verurteilt worden. Der Richter folgte damit der Empfehlung der Geschworenen, die wegen der grausamen Tatumstände die Höchststrafe für den Täter gefordert hatten. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles wurde die Mutter des 2013 gestorbenen Gabriel Fernandez als Mitschuldige zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

Der Mann quälte den Jungen demnach monatelang, weil er glaubte, der Achtjährige sei schwul. Im Mai 2013 fanden Sanitäter den Jungen mit schwersten Verletzungen - unter anderem mit einem Schädelbruch, gebrochenen Rippen, Verbrennungen und ausgeschlagenen Zähnen - im Haus der Mutter. Er starb zwei Tage später.

Der Staatsanwaltschaft zufolge musste der Junge gefesselt und geknebelt in einem Schrank schlafen und war gezwungen worden, Katzenkot zu essen. Richter George Lomeli sagte der "Los Angeles Times", das seien die schlimmsten Misshandlungen, die er in seiner langen Amtszeit gesehen hat. Die Verteidiger der Mutter wiederum machten geltend, dass die Frau als Kind ebenfalls von ihren Eltern schwer misshandelt worden sei.

Quelle: n-tv.de