Pazifik-Außengebiete betroffenUS-Wetterdienst warnt vor "sehr gefährlichem" Supertaifun

Es wird mit "katastrophalen" Schäden gerechnet. Rund 210.000 Menschen auf Guam und den Nördlichen Marianen sind aufgerufen, sich mit Vorräten auszustatten. Supertaifun "Bavi" bewegt sich auf die beiden US-Territorien zu. Die Behörden rufen den Notstand aus.
Angesichts des herannahenden Supertaifuns "Bavi" hat der US-Wetterdienst NWS vor Zerstörungen in den US-Außengebieten Guam und Nördliche Marianen im Pazifik gewarnt. Der NWS bezeichnete den Wirbelsturm als "sehr gefährlich" und warnte vor Wind in "tropischer Sturmstärke" bereits ab heute Nachmittag (Ortszeit) in den betroffenen Gebieten. Mit "katastrophalen" Schäden rund um dessen Auge sei zu rechnen.
Auf Guam und den Nördlichen Marianen brachten Bewohner sich in Evakuierungszentren in Sicherheit oder verrammelten ihre Häuser und Geschäfte. Die Menschen wurden aufgerufen, ausreichend Lebensmittel und Wasser für sieben Tage für jedes Familienmitglied mitzubringen, wie auch Medikamente, Bettzeug und Hygieneprodukte.
"Bavi" sollte die Region am Montag voll erreichen und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 315 Kilometern pro Stunde über die Inseln hinwegziehen. Der NWS rechnete mit "erheblichen Überschwemmungen durch sintflutartige Regenfälle" und Überflutungen an den Küsten. Die Experten warnten zudem von rund zehn Meter hohen Wellen und "extrem gefährlichen" Bedingungen auf See.
Auf Guam und den Nördlichen Marianen trafen die Menschen am Wochenende letzte Vorbereitungen. Die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA waren bereits gestrichen worden, die Behörden riefen den Notstand aus. Insgesamt leben etwa 210.000 Menschen in den beiden US-Territorien. Im April hatte der Supertaifun "Sinlaku" zu Stromausfällen für Zehntausende Menschen geführt.