Panorama

Mehrere Millionen Dollar wert USA geben geklauten Sarkophag zurück

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Der mit Gold umhüllte Sarkophag wird an Ägypten zurückgegeben.

(Foto: REUTERS)

Ein antiker, mit Gold umhüllter Sarkophag geht aus den USA zurück an Ägypten. Behörden hatten das mehr als 2000 Jahre alte Artefakt zuvor in einem New Yorker Museum beschlagnahmt - denn es handelt sich um Diebesgut. Die Täter hatten offenbar politische Wirren in Ägypten ausgenutzt.

US-Behörden haben einen während der ägyptischen Revolution gestohlenen vergoldeten Sarkophag an Ägypten zurückgegeben. Das berühmte New Yorker Metropolitan Museum of Art (Met) hatte das antike, mit Gold umhüllte Artefakt vor zwei Jahren gekauft, nachdem es erstmals 2011 - auf dem Höhepunkt der Revolution in Ägypten - aufgetaucht war. Auf einer Pressekonferenz sagte der New Yorker Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance, Ermittlungen hätten "krasse Unstimmigkeiten" im Zusammenhang mit dem Kauf des Sarges aufgezeigt.

Eine gemeinsame Untersuchung von US-, ägyptischen, deutschen und französischen Strafverfolgungsbehörden hatte ergeben, dass der zwischen 150 und 50 v. Chr. hergestellte Sarg aus Ägyptens Minya-Region gestohlen wurde. Das Met hatte das Artefakt zu einem zentralen Stück einer Ausstellung gemacht. Diese wurde im Februar beendet, als die New Yorker Behörden den Sarkophag beschlagnahmten.

Das renommierte Museum in Manhattan hatte sich bereits zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung bei Ägypten entschuldigt. Dass das Artefakt ausgerechnet in dem Jahr auftauchte, in dem die Revolution den Langzeitherrscher Husni Mubarak stürzte, "hätte eine rote Flagge sein müssen", sagte Bezirksstaatsanwalt Vance auf der Pressekonferenz. An dieser nahm auch der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry teil.

Nachdem der Sarkophag durch Dubai, Deutschland und Paris gegangen war, kaufte das Met das Objekt für rund vier Millionen Dollar von einem französischen Kunsthändler, dessen Identität nicht bekannt ist. Vance sagte, der Sarkophag habe sich unter Hunderten von Objekten befunden, die vom gleichen multinationalen Schlepperring gestohlen wurden. Er wies darauf hin, dass "noch bedeutendere Beschlagnahmungen wichtiger Artefakte in den kommenden Monaten und Jahren" möglich seien.

Quelle: n-tv.de, psa/AFP

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