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Selfies geben Rätsel auf USB-Stick in Seeleoparden-Kot gefunden

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Der Seeleopard ist eine Robbenart, die in südpolaren Gewässern verbreitet ist. Forscher untersuchen regelmäßig den Kot der Tiere. Dass sie dabei einen USB-Stick finden, ist allerdings die Ausnahme.

(Foto: REUTERS)

Ein funktionierender USB-Stick im Kot neuseeländischer Seeleoparden gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. Auf dem Stick finden die Forscher nämlich seltsamerweise Fotos von Seeleoparden.

Neuseeländische Forscher haben in den Ausscheidungen eines Seeleoparden einen USB-Stick entdeckt. Auf dem Speichermedium befänden sich - passend zum kuriosen Fundort - Fotos und Videos von Seeleoparden, teilte das Forschungsinstitut National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA) mit. Der einzige Hinweis auf den möglichen Besitzer sei ein blaues Kajak, das auf einem gespeicherten Video zu sehen sei. Über Twitter will das Institut den Besitzer nun ausfindig machen. Sollte er sich finden, bekomme er den Stick aber nur im Austausch gegen weiteren Seeleoparden-Kot zurück, hieß es scherzhaft.

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Die Ausscheidungen liefern Wissenschaftlern wichtige Hinweise auf die Lebensweise der in südpolaren Gewässern verbreiteten Robbenart. Aus diesem Grund sammelt ein Freiwilligen-Team der Meeresbiologin Krista Hupman die Ausscheidungen. Später werden sie im Labor des NIWA untersucht. Der Kot, in dem sich der USB-Stick fand, wurde schon im November 2017 von einem Tierarzt eingeschickt, aber erst jetzt untersucht. Es sei besorgniserregend, dass sich solches Plastik in den Tieren fände, sagte eine der beiden Freiwilligen, die den USB-Stick beim Auftauen der Kotprobe entdeckt hatten.

Plastikmüll stellt für Meerestiere eine große Bedrohung dar. Erst kürzlich haben Wissenschaftler von der englischen Universität Exeter festgestellt, dass Mikroplastik im Verdauungstrakt praktisch aller Wale und Robben in den Gewässern rund um Großbritannien zu finden ist. Der Großteil davon stammt aus synthetischen Fasern, die beispielsweise in Kleidung oder Fischernetzen vorkommen.

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Quelle: n-tv.de, mau/dpa/AFP

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