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Vorfall im Zoo Basel"Unbeabsichtigter Biss": Gorilla tötet eigenes Baby

16.07.2026, 13:38 Uhr
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Gorilla Yeba verletzte ebenfalls einen elfjährigen Artgenossen so stark, dass dieser eingeschläfert werden musste. (Foto: picture alliance/dpa/Zoo Basel)

Ein Gorilla-Männchen hat in Basel sein wenige Tage altes Baby tödlich verletzt. Der Zoo spricht von einem gewöhnlichen Vorfall und will nicht in natürliches Verhalten eingreifen. Trotzdem steht die Affengruppe nun unter Beobachtung.

Ein vier Tage altes Gorilla-Baby ist im Zoo Basel nach einem Biss durch seinen eigenen Vater gestorben. Die 37 Jahre alte Mutter Joas nahm das tote Jungtier an sich und trägt es nun weiter bei sich, wie Sprecher Stefan Leimer sagte. Solche Abschiedsrituale kämen bei Gorillas über Tage oder sogar Wochen vor.

Der Zoo werde in dieses natürliche Verhalten nicht eingreifen. Das Affenhaus sei weiter geöffnet und Joas könne sich mit dem toten Baby sowohl im Innen- als auch Außengehege bewegen. Der 14-jährige Vater Yeba hatte am selben Tag bereits das elf Jahre alte Männchen Mobali durch einen Biss so verletzt, dass es eingeschläfert werden musste.

Im Fall des Babys sei es ein "unbeabsichtigter Biss" in den Brustkorb gewesen, teilte der Zoo mit. Die Mutter habe das Junge seit der Geburt eng am Körper getragen. Vater Yeba habe es jedoch am Dienstag an sich genommen und Joas anschließend nicht mehr in seine Nähe gelassen. Bei Rangeleien zwischen Vater und Mutter sei es zu dem tödlichen Biss gekommen. Es war der erste Nachwuchs für Yeba, das fünfte Junge für Joas. Yeba war erst im Oktober aus einem Zoo in Frankreich nach Basel gekommen.

Nach Angaben des Zoos ist das Töten von Jungtieren bei Gorillas durch Artgenossen nicht ungewöhnlich. "Die Ursachen dafür können vielfältig sein und stehen unter anderem im Zusammenhang mit der komplexen sozialen Struktur innerhalb von Gorillagruppen", teilte er mit. Der Zoo beobachte nach Angaben des Sprechers die Dynamik innerhalb der Gruppe, in der die Geburt eines weiteren Jungtiers in den kommenden Wochen erwartet werde, weiterhin aufmerksam. Er stehe dazu im Austausch mit Expertinnen und Experten.

Quelle: ntv.de, kui/dpa

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