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Donnerstag, 14. Juli 2016

Flug von Venedig nach Leipzig: Unister-Chef stirbt bei Flugzeugabsturz

Das Kleinflugzeug vom Typ Piper 32 ist unterwegs nach Leipzig, als es 80 Kilometer von der slowenischen Hauptstadt Ljubljana entfernt vom Radar verschwindet. Die vier Insassen haben keine Chance. Unter ihnen ist auch der deutsche Unternehmer Thomas Wagner.

Unister-Chef Thomas Wagner ist offenbar unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Slowenien.
Unister-Chef Thomas Wagner ist offenbar unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Slowenien.(Foto: picture alliance / dpa)

In Slowenien sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Morgen vier Menschen ums Leben gekommen - darunter auch der deutsche Unternehmer Thomas Wagner. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher seiner Leipziger Internetfirma Unister auf Nachfrage von n-tv. Zu Unister gehören unter anderem die Portale "Ab-in-den-Urlaub.de" und "Fluege.de". Auch der 73-jährige Pilot und zwei weitere Insassen seien Deutsche, wie die slowenische Polizei mitteilte. Nähere Angaben zu ihnen gab es zunächst nicht.

Das in den USA registrierte Flugzeug vom Typ Piper 32 war auf dem Weg von Venedig nach Leipzig. Den Berichten zufolge ist es im gebirgigen Gelände bei Predmeja im Osten des Landes in einen Wald gestürzt und ausgebrannt. Der Pilot soll kurz vor dem Absturz Probleme wegen Vereisung gemeldet haben.

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Ein Augenzeuge sagte der slowenischen Lokalzeitung "Primorske Novice", er habe das Flugzeug gesehen, als es noch in der Luft kreiste. "Der Motor hörte sich seltsam an", sagte der Mann dem Blatt. "Es schien, als wolle das Flugzeug an Höhe gewinnen. Dann war es für ein paar Momente still." Schließlich habe er eine dumpfe Explosion gehört. Bilder vom Absturzort zeigten ein völlig zerstörtes Wrack.

Wagner war geschäftlich in Venedig

Nach Informationen des MDR war Thomas Wagner aus geschäftlichen Gründen in die italienische Stadt gereist. 2012 war Unister in die Schlagzeilen geraten, nachdem gegen Manager und Mitbegründer der Firma wegen Steuerhinterziehung und unerlaubtem Vertreiben von Versicherungen ermittelt wurde. Auch Wagner kam damals für kurze Zeit in Haft. Unister hat nach eigenen Angaben derzeit rund 1200 Mitarbeiter.

In einer Stellungnahme erklärte der Mitbegründer von Unister, Daniel Kirchhof, er trauere "zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Unister". "[Thomas Wagner] hat Unister gegründet und geführt. Wir Gesellschafter werden nun zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne Thomas Wagner Unister weiterentwickeln, aber vergessen wollen wir ihn nie."

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Quelle: n-tv.de