Panorama

Tage zum Durchatmen Unwetter beenden vorerst Hitzewelle

Nach tagelanger Hitze kommt jetzt der Temperatursturz. Heftige Gewitter führen mancherorts zu Schäden. An den kommenden drei Tagen wird es merklich kühler. Doch pünktlich zum Wochenende steigen die Temperaturen wieder.

Blitz und Donner vertreiben vorerst die Hitze aus Deutschland. Am Dienstag suchten Unwetter mehrere Regionen heim. In Framersheim in Rheinland-Pfalz wurden mehrere Häuser beschädigt. Die Polizei sprach von einer Windhose, also einem Tornado, was Meteorologen aber nicht bestätigen wollten. In Baden-Württemberg wurde die Autobahn 5 bei Heidelberg wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. In Niedersachsen kam es im Raum Göttingen zu Verkehrsbehinderungen. Auf der A7 in Südniedersachsen gab es mehrere Unfälle. Die teils schweren Gewitter breiteten sich am Abend nach Osten und Süden aus.

In Framersheim vermutete ein Meteorologe allerdings eine Fallböe, also eine ziemlich starke Gewitterböe. "Ein Haus ist eingestürzt", sagte ein Polizeisprecher. Bei mehreren anderen Häusern seien die Dächer abgedeckt worden. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Schauer und Gewitter zogen von West nach Ost übers Land und sorgten mit Sturmböen, Hagel und Starkregen für Turbulenzen. Die Folge ist ein Temperatursturz um teils mehr als 10 Grad Celsius. Während am Dienstag im Südwesten noch bis zu 37 Grad möglich waren, soll das Thermometer am Mittwoch nur noch auf durchschnittlich 20 Grad steigen. Nur vereinzelt sind bis zu 25 Grad drin.

Am Donnerstag wird es sogar noch ein Stückchen kühler: 16 Grad an der See, 20 Grad im Ruhrgebiet, 23 Grad in Frankfurt und München. Die Gewitter fallen im Laufe der Woche laut Vorhersage längst nicht mehr so stark aus und beschränken sich auf den Nordwesten und den Alpenrand.

Am Wochenende wieder wärmer

Die Gefahr von Blow-ups auf den Autobahnen dürfte mit rückläufigen Temperaturen ebenfalls wieder zurückgehen. Die Aufplatzungen drohen laut dem ADAC vor allem auf älteren Betonfahrbahnen aus den 70er und 80er Jahren bei Temperaturen um 30 Grad und höher. "Pünktlich zum Wochenende geht es aber auch schon wieder aufwärts", sagte eine Meteorologin: Sonne, blauer Himmel, Temperaturen bis 27 Grad. "Nach einer kurzen Abkühlung und Zeit zum Durchlüften und Durchatmen kehrt der Sommer also wieder zurück."

In Brandenburg können erwartete Regenfälle die Waldbrandgefahr nicht bannen. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gilt nach Angaben des Walbrandschutzbeauftragten Raimund Engel ab Mittwoch voraussichtlich die höchste Warnstufe 5, für Elbe-Elster und Spree-Neiße die Stufe 4. Im Landkreis Teltow-Fläming kämpften mehr als 100 Feuerwehrleute gegen die Ausbreitung eines Brandes auf einer Militärbrache. 30 Hektar standen am Dienstagabend nach Polizeiangaben bei Jüterbog in Flammen. Vermutlich seien in der Hitze erneut Blindgänger von allein detoniert, erklärte Engel.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa