Panorama
Gegen 23 Uhr hörte ein junger Mann Hilferufe aus dem Watt.
Gegen 23 Uhr hörte ein junger Mann Hilferufe aus dem Watt.(Foto: imago)
Samstag, 14. Juli 2018

Mitten in der Nacht: Vater und Söhne aus Nordsee gerettet

Ein Vater und seine beiden Söhne sind im Wattenmeer unterwegs, als sie von der Flut überrascht werden. Verzweifelt rufen sie um Hilfe. Die Rettung kommt in allerletzter Sekunde.

Ein Vater und seine beiden Söhne sind mitten in der Nacht vor dem Ertrinken aus der Nordsee gerettet worden. Sie seien Wattwandern gewesen und vermutlich von der Flut überrascht worden, sagte ein Sprecher der örtlichen Polizei. Die Rettung kam nach Angaben der Seenotretter "in allerletzter Sekunde".

Um kurz vor 23 Uhr am Freitagabend hörte ein junger Mann Hilferufe aus dem Watt und alarmierte die Polizei, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Die Seenotretter rückten daraufhin nahe der niedersächsischen Gemeinde Butjadingen mit einem Boot und einem Hubschrauber aus.

Kurz darauf entdeckten sie im Licht des Suchscheinwerfers einen 39-jährigen Vater, der bis zum Hals in der Flutströmung stand. Seine beiden 9 und 15 Jahre alten Söhne hielt er auf den Armen. Weil das Watt schon von der Flut überspült wurde, konnte der Hubschrauber jedoch nicht landen. Deshalb mussten die Einsatzkräfte den Vater und die zwei Kinder vom Boot aus aus dem Wasser ziehen.

Wären die Retter nur wenige Minuten später angekommen, wären die drei vermutlich ertrunken, sagte eine Sprecherin der DGzRS: "Im Flutstrom hätte der Mann sich keine fünf Minuten länger halten können." Sanitäter versorgten die Geretteten. Die Nordsee hatte während des Unglücks zwischen 20 und 21 Grad. Die Strömung der Flut sei die eigentliche Gefahr gewesen, so die DGzRS-Sprecherin.

Quelle: n-tv.de