Panorama

Seebeben in der Ägäis Veranstalter bringen Betroffene in Sicherheit

Bei einem Seebeben vor der griechischen Urlaubsinsel Kos sterben mindestens zwei Touristen. Vereinzelt werden auch Hotels beschädigt. Deutsche Urlauber erhalten Unterstützung ihrer Reiseveranstalter.

Nach dem Seebeben in der Ägäis-Region bringen Reiseveranstalter betroffene Urlauber bei Bedarf in anderen Hotels unter. Der Deutsche Reiseverband in Berlin erklärte, noch sei die genaue Zahl der Betroffenen unklar. Man gehe davon aus, dass es sich nicht um den größten Teil der Urlauber handele.

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Ein schwer beschädigtes Gebäude nach dem Erdbeben im Zentrum von Kos.

(Foto: REUTERS)

Der DRV spricht weiterhin von "einigen wenigen Urlaubern", die durch die Folgen des Seebebens leicht verletzt wurden. Die Lage vor Ort sei ruhig, die Kunden reagierten besonnen und die Reiseveranstalter kümmerten sich um ihre Gäste, hieß es in der DRV-Mitteilung.

Bei dem Beben vor der griechischen Urlaubsinsel Kos waren vergangene Nacht mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Vereinzelt wurden auch Hotels beschädigt, die von den griechischen Behörden als nicht mehr sicher eingestuft werden.

Keine Deutschen unter den Opfern

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Im Hafen von Kos kam es zu hohen Sachschäden.

(Foto: imago/Depo Photos)

Die Todesopfer des Bebens kamen nach Angaben des Gouverneurs der Region Süd-Ägäis, Giorgos Chatzimarkos, aus der Türkei und aus Schweden. Die beiden Touristen sollen in einem belebten Viertel der Stadt Kos auf der gleichnamigen Insel unterwegs gewesen sein, als sie vermutlich durch eine einstürzende Mauer einer Bar oder herabstürzende Steine anderer alter Gebäude getroffen wurden.

Rund 120 weitere Menschen wurden außerdem verletzt - fünf von ihnen schwer, wie es aus Diplomatenquellen hieß. Sie wurden in ein Krankenhaus in Heraklion auf Kreta gebracht. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine Deutschen unter den Toten und Verletzten.

Der Hafen von Kos wurde vorläufig geschlossen. Auch der Fährverkehr nach Kos war vorübergehend eingestellt. Das Auswärtige Amt in Berlin warnte, mit vorübergehenden Beeinträchtigungen der Infrastruktur und Verspätungen bei Luft- und Fährverkehr müsse gerechnet werden. Reisenden werde empfohlen, sich gegebenenfalls mit ihren Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen sowie den Hinweisen und Empfehlungen der Behörden vor Ort Folge zu leisten, hieß es auf der Website des Außenministeriums.

Auch die Sachschäden auf Kos durch das Beben, das sich um 01.31 Uhr Ortszeit ereignete, waren enorm. Das griechische Fernsehen zeigte Bilder von eingestürzten Mauern der Burg in der Altstadt. Das Hafenviertel wurde nach dem Seebeben von einem Tsunami überschwemmt.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa/AFP

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