Panorama

Attentat auf OligarchenVerdächtige von Monaco-Anschlag tot bei Kiew gefunden

07.07.2026, 13:13 Uhr
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Bei der Explosion wurde der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajew und zwei weitere Menschen verletzt. (Foto: picture alliance / SIPA)

Im Fall des Sprengstoffanschlags auf einen ukrainischen Geschäftsmann gibt es eine dramatische Wende: Die gesuchte Tatverdächtige wird laut Polizei erschossen in der Nähe von Kiew aufgefunden. Ein Spur führt offenbar direkt zum ukrainischen Militärgeheimdienst.

Im Fall des Sprengstoffanschlags auf einen aus der Ukraine stammenden Oligarchen in Monaco ist die Hauptverdächtige laut Polizeiangaben erschossen aufgefunden worden. Die Leiche der 39-jährigen Ukrainerin sei am späten Montagabend in der Nähe von Kiew entdeckt worden, meldet die Zeitung "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Insider. Zwei weitere Verdächtige seien zudem festgenommen worden. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR, bei dem anderen um einen ehemaligen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Eine Stellungnahme von offizieller Seite liegt bislang nicht vor.

Die genauen Hintergründe des Falls, dessen Spur auch nach Deutschland führte, sind weiter unklar. Die von Interpol als Hauptverdächtige ausgemachte Frau wurde unter anderem wegen versuchten Mordes international gesucht. Am Montagabend gegen 21 Uhr hatte es am Eingang eines Wohngebäudes eine heftige Explosion gegeben. Zuvor hatte eine Person dort ein Paket abgelegt, wie Bilder einer Überwachungskamera zeigten.

Kurz darauf erschienen die drei Bewohner der Erdgeschosswohnung an der Tür und das Paket explodierte in diesem Moment, wie der Staatsanwalt sagte. Verletzt wurden der in der Ukraine geborene Wadym Jermolajew, seine Lebenspartnerin und sein Sohn. Alle drei kamen in eine Klinik im südfranzösischen Nizza. 

Verdächtige soll in Frankfurt gewohnt haben

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtige nicht alleine gehandelt hat. Zwischenzeitlich hatte sie zwei Männer festgenommen. Weil diese aber wohl nicht aktiv an der Tat beteiligt waren, kamen sie wieder frei. Der Zeitung "Le Parisien" zufolge ist der Wohnort der Verdächtigen Frankfurt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Monaco war die mutmaßliche Täterin nach der Tat zunächst aus dem Fürstentum zu Fuß ins direkt angrenzende Frankreich geflohen. Anschließend soll sie mit einem Auto über andere europäische Länder nach Deutschland weitergefahren sein.

Jermolajew ist ein wohlhabender Geschäftsmann, der 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft annahm. Die Regierung in Kiew verhängte 2023 Sanktionen gegen ihn, weil er Medienberichten zufolge Geschäfte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gemacht hatte.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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