Panorama

Doppelmord in BremenVerdächtiger schwer verletzt in Maisfeld gefasst

29.06.2026, 00:41 Uhr
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Nach der Bluttat in Bremen war der Tatverdacht schnell auf den 22-Jährigen gefallen, der jetzt festgenommen wurde. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaars in Bremen schreibt die Polizei einen 22-Jährigen öffentlich zur Fahndung aus. Jetzt findet die Polizei den Mann mit schweren Verletzungen in einem Maisfeld festgenommen. Er ist lebensgefährlich verletzt.

Nach der Tötung eines Ehepaares in Bremen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der 22-Jährige sei von Spezialeinsatzkräften in einem Maisfeld in Schwanewede in Niedersachen nordwestlich von Bremen gefunden worden, teilte die Polizei mit. Er sei lebensgefährlich verletzt gewesen. Einsatzkräfte reanimierten den Mann laut Polizei, anschließend wurde er begleitet von Beamten ins Krankenhaus gebracht. Über die Art der Verletzungen ist nichts bekannt.

Die Ermittler hatten zuletzt öffentlich nach dem Mann gefahndet. Hinweise aus der Bevölkerung sowie die enge Zusammenarbeit mit der Polizei in Niedersachsen hätten die Einsatzkräfte zum Aufenthaltsort des Mannes geführt, hieß es. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Bremen dauern an. Schwanewede ist gut 7 Kilometer von Vegesack entfernt, wo das Ehepaar am Freitag getötet worden war.

Am Freitagmittag hatten Anwohner in dem Bremer Stadtteil einen 40 Jahre alten Mann mit schweren Stich- und Schnittverletzungen auf der Straße eines Wohnviertels entdeckt. Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun. Seine fünf Jahre jüngere Ehefrau wurde tot im Keller ihres Mehrfamilienhauses gefunden. Die Beamten gehen davon aus, dass beide Opfer eines Gewaltverbrechens wurden.

Die Polizei hatte vor dem 22 Jahre alten Tatverdächtigen gewarnt. Zuletzt hatten die Beamten mitgeteilt, dass er polizeibekannt gewesen sei. Demnach war der Mann im April aufgefallen, als er mit einem Druckluftgewehr um sich schoss. Der Deutsche wurde damals nach kurzer Verfolgung durch Polizisten gefasst und in eine psychiatrische Klinik gebracht. Weil aber keine psychische Krankheit beziehungsweise keine Fremdgefährdung festgestellt wurde, musste er wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung lebte der Tatverdächtige im selben Haus wie das getötete Ehepaar.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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