Panorama

Tod eines Kita-Kindes Verhaftete Erzieherin hatte gekündigt

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Vor der Viersener Kita haben Menschen ihre Anteilnahme gezeigt.

(Foto: dpa)

In Viersen stirbt ein dreijähriges Mädchen infolge eines Atemstillstands, seine Kita-Betreuerin steht seither unter Mordverdacht. Die 25-Jährige bestreitet die Tat. Ihren Job in der Einrichtung hatte sie schon im April gekündigt - offenbar, weil ihr Größe und Konzept der Kita missfielen.

Die Stadt Viersen hat neue Details zu der Erzieherin mitgeteilt, die ein dreijähriges Kindergarten-Mädchen ermordet haben soll: Demnach passierte die Tat am vorletzten Arbeitstag der Frau in der städtischen Kita "Steinkreis". Über die unter Mordverdacht stehende Frau hatte es nach Angaben der Stadt vorher keinerlei Beschwerden gegeben. Die 25-Jährige hatte demnach von sich aus am 15. April gekündigt. Das Kind sei dann an ihrem vorletzten Arbeitstag mit einem Atemstillstand ins Krankenhaus gebracht worden.

Der 22. April sei der letzte Arbeitstag gewesen, bevor die Frau Resturlaub nehmen und am 1. Mai eine neue Arbeitsstelle antreten wollte. Angeblich wollte die Frau nach Kenntnis der Stadt wegen der Größe und des Konzepts der Kindertageseinrichtung "Steinkreis" wechseln. Die 25-Jährige hatte erst am 1. Januar 2020 dort begonnen. Das Kind war nach einem Atemstillstand, Reanimation und weiterer notärztlicher Versorgung vom Rettungsdienst aus der Kita ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Erzieherin habe laut "der ersten Sachverhaltsschilderung" bei einer routinemäßigen Atemkontrolle während des Mittagsschlafs festgestellt, dass das Kind nicht mehr atme. Daraufhin seien Rettungsdienst und Notarzt alarmiert worden, erklärte die Stadt. Nachdem deutlich geworden sei, dass das Kind schwerste Schäden erlitten hatte, habe das Jugendamt der Stadt am 27. April ein rechtsmedizinisches Gutachten in Auftrag gegeben. Damit habe geklärt werden sollen, ob sich aus den Verletzungen Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen lassen könnten.

Weil die Rechtsmediziner eine Gewalteinwirkung nicht ausschließen konnten, schaltete das Krankenhaus die Polizei ein, die bereits mit ihren Ermittlungen begann. Das Kind starb am 4. Mai. Die Erzieherin wurde am 19. Mai festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler wollen am frühen Nachmittag weitere Details bekannt geben. Bisher hatten Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben gemacht.

Quelle: ntv.de, jug/dpa