Panorama

Häuser bei Siegburg in Flammen Verletzte bei Böschungsbrand - ICE-Strecke gesperrt

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Hunderte Rettungskräfte sind im Einsatz.

(Foto: dpa)

Seit Wochen ist es heiß und wegen des wenigen Regens auch knochentrocken in Deutschland. Schon ein Funke kann dann eine Katastrophe auslösen. In Siegburg setzt der Funkenflug eines Zuges erst die Böschung und dann Häuser in Brand.

Bei einem Böschungsbrand direkt an der wichtigen Bahnstrecke Köln-Frankfurt haben in Siegburg mehrerer Häuser Feuer gefangen. Mehrere Menschen sind verletzt worden, einige von ihnen schwer. Noch schwanken die Angaben sehr. So spricht die Polizei von 12 die Feuerwehr dagegen von 40 Verletzten. "Es hat mit einem Böschungsbrand angefangen, der hat auf Wohnhäuser übergegriffen", sagte ein Polizeisprecher. Nach Behördenangaben wurden neun Gebäude massiv beschädigt. Vermutlich hat der Funkenflug eines Zuges den Brand ausgelöst, wie die Stadt mitteilte. Die Bahn wollte sich indes nicht festlegen.

Am Abend teilte die Feuerwehr mit, der Brand sei unter Kontrolle. Die ICE-Strecke bleibt jedoch weiter gesperrt. Die Nachlöscharbeiten würden noch Stunden dauern, sagte ein Feuerwehrsprecher. Unter anderem müssten alle Wohnhäuser noch mal abgegangen werden, zudem käme eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Insgesamt seien rund 550 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, in der Mehrzahl Feuerwehrleute.

"Die ersten Einsatzkräfte hatten quasi eine Feuerwand vor sich", sagte der Sprecher. Es habe sich um einen "massiven Böschungsbrand" gehandelt. "Das hat dann übergeschlagen". Auch ein Wasserwerfer der Bundespolizei und ein Hubschrauber wurden angefordert. Die Feuerwehr meldete über die Warnapp Nina einen "ausgedehnten Brand in Siegburg". Anwohner sollten Fenster und Türen schließen sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten. Der Streckenabschnitt zwischen Troisdorf und Siegburg wurde nach Angaben der Deutschen Bahn wegen der Brands gesperrt.

ICEs zwischen Köln und Frankfurt würden am Rhein entlang umgeleitet und kämen bis zu 90 Minuten verspätet an, teilte die Bahn mit. Neben den Fernzügen waren zahlreiche Regionalzüge und S-Bahnen betroffen, die ganz ausfielen. Zwischen Hennef und Troisdorf fuhren Ersatzbusse. Die Bahn bat alle Reisenden, sich vor der Fahrt zu informieren, ob ihr Zug führt.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP/dpa

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