Panorama

In Tunnel gefangenVerschüttete in Nepal nach mehr als einer Woche gerettet

04.09.2026, 08:10 Uhr
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Helfer bergen einen der Verunglückten. (Foto: AFP)

Den Fluten in Nepal und Tibet fallen knapp 1300 Menschen zum Opfer. Dass unter den Toten nicht auch zwei verschüttete Mitarbeiter eines Kraftwerks sind, gleicht einem Wunder.

Mehr als eine Woche nach der verheerenden Himalaya-Sturzflut mit mindestens 1280 Toten sind in Nepal zwei in einem Tunnel eingeschlossene Arbeiter gerettet worden. Zwei Minister des Landes bestätigten, dass die beiden Verschütteten lebend geborgen worden seien. Laut Energieminister Biraj Bhakta Shrestha wurde ein Mensch "soeben wohlbehalten aus dem Tunnel" des Wasserkraftwerks Trishuli 3A gerettet. "Wir haben gerade erfahren, dass eine zweite Person gerettet wurde", fügte Innenminister Sudan Gurung kurz darauf hinzu.

Nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya war die Zahl der Todesopfer zuletzt auf mindestens 1280 gestiegen. In Nepal wurden inzwischen 1259 Leichen geborgen, wie die Katastrophenschutzbehörde in Kathmandu am Donnerstag mitteilte. Chinesische Staatsmedien hatten zuvor 21 Tote in Tibet gemeldet.

Die Sturzflut hatte am Mittwoch vergangener Woche im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ganze Ortschaften zerstört. Auf beiden Seiten der Grenze suchten Rettungsteams am Donnerstag weiter nach mehr als 5600 Vermissten. In Nepal werden nach Behördenangaben 5083 Menschen vermisst, chinesische Staatsmedien meldeten mehr 541 Vermisste in Tibet. Unter den Vermissten sind auch Hunderte Ausländer, von denen viele auf Trekking- oder Pilgerreisen im Himalaya unterwegs waren.

Ursache der Katastrophe war nach Einschätzung von Fachleuten aus China und den USA ein Gletscherabbruch am mehr als 7000 Meter hohen Berg Langtang Lirung in Nepal. Eine dadurch ausgelöste gigantische Flutwelle aus Wasser, Schlamm und Geröll schoss durch enge Flusstäler und riss auf beiden Seiten der Grenze Häuser, Straßen, Wasserkraftwerke und Menschen mit.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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