Panorama

Großer Waldbrand bei Berlin Viele Osterfeuer in Ostdeutschland abgesagt

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Traditionelle Osterfeuer werden in Deutschland meist am Karsamstag entzündet.

(Foto: imago/Ina Peek)

An vielen Orten im Osten des Landes muss das traditionelle Osterfeuer ausfallen. Die Waldbrandgefahr ist zu hoch. In Brandenburg rückte die Feuerwehr bereits zu einem Großeinsatz aus.

Wegen akuter Waldbrandgefahr sind im Osten Deutschlands vielerorts Osterfeuer abgesagt worden. In Sachsen sind in den Orten Torgau, Taucha, Schkeuditz und Bad Düben offene Feuer verboten. In Brandenburg ist inzwischen die Waldbrandstufe vier ausgerufen worden. Das bedeutet, dass auch in diesem Bundesland die Osterfeuer ausfallen müssen.

Der jüngste Fall eines Brandes südlich von Berlin verdeutlicht die Gefahrenlage. In der Nacht zu Karfreitag hat es in Zernsdorf, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen, gebrannt. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtete, war das Feuer in einem Wald ausgebrochen und habe sich auf etwa 1000 Quadratmeter ausgeweitet. Die Einsatzkräfte seien mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen. Die Brandursache sei noch unklar, das Feuer sei inzwischen unter Kontrolle.

In Sachsen-Anhalt teilte nach Stendal auch die Stadt Zeitz südlich von Halle (Saale) mit, dass dort keine Osterfeuer erlaubt sind. Die Zeitzer Stadtverwaltung rief die Bürger sogar dazu auf, mit Blick auf die Gefahren auch auf kleinere Feste an Feuerschalen zu verzichten. In weiten Teilen der ostdeutschen Länder haben die Behörden wegen der anhaltendenden Trockenheit die höchste oder die zweithöchste Stufe der Waldbrandgefahr, also vier oder fünf, ausgerufen. Im Landkreis Nordsachsen gilt sogar Stufe fünf der Waldbrandgefährdung.

In Ostdeutschland hatten die Wälder bereits im Vorjahr schwer unter monatelangem Regenmangel gelitten. Meteorologen erwarten auch zum Auftakt der Ostertage zumeist sonniges, warmes und trockenes Wetter.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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