Panorama

Gefährliche AschewolkeVulkanausbruch legt Indonesiens wichtigsten Flughafen lahm

06.09.2026, 08:38 Uhr
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Gestrandete Passagiere am Flughafen Soekarno-Hatta: Unter den gestrichenen Flügen waren unter anderem Verbindungen nach Hongkong, Sydney, Seoul und Amsterdam. (Foto: Reuters)

In der Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java bricht der Vulkan Anak Krakatoa aus. Die Asche weht bis nach Jakarta - mit Folgen für den örtlichen Flugbetrieb: Über 200 Flüge werden gestrichen, mehr als 22.000 Passagiere sind betroffen.

Wegen einer Aschewolke des mehr als 150 Kilometer entfernt gelegenen Vulkans Anak Krakatoa hat Indonesiens wichtigster internationaler Flughafen seinen Betrieb eingestellt. Die Behörden schlossen den Flughafen Soekarno-Hatta nahe der indonesischen Hauptstadt Jakarta, nachdem Vulkanasche in der Luft nachgewiesen wurde. "Der jüngste Papiertest zeigte positive Ergebnisse, die auf eine Ausbreitung von Vulkanasche im Bereich des internationalen Flughafens Soekarno-Hatta hindeuten", erklärte das Verkehrsministerium. Vulkanasche ist für Flugzeuge gefährlich - unter anderem, weil sie Triebwerke beschädigen kann. 

Der Flughafen werde deshalb bis Sonntagmorgen geschlossen bleiben, hieß es. Dem Ministerium zufolge sind 209 Flüge - insbesondere von und nach Singapur, aber auch Doha, Sydney und Kuala Lumpur - sowie mehr als 22.000 Passagiere von der Schließung betroffen.

Der zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegene Vulkan Anak Krakatoa war am Samstag ausgebrochen. Er spuckte Lava und verursachte dröhnenden Lärm, der bis zu 700 Kilometer weit zu hören waren, wie die geologische Behörde mitteilte. Am Sonntag wurden zwei weitere Ausbrüche registriert.

2018 hatte ein Ausbruch des Vulkans einen Tsunami ausgelöst. Weil der Krater teilweise einstürzte, entstand damals eine so heftige Flutwelle, dass mehr als 400 Menschen ums Leben kamen. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, wo mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Dadurch kommt es immer wieder zu Vulkanen und Erdbeben.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP/dpa

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