Panorama

Hilfszahlungen brechen wegWelthunger-Index steigt erstmals seit Jahren wieder an

14.10.2026, 11:00 Uhr
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Sieben der acht als alarmierend eingestuften Länder liegen südlich der Sahara. (Foto: picture alliance/dpa/AP | Marwan Ali)

Bewaffnete Konflikte, Vertreibung und Wetterextreme verschärfen die Hungersnot in vielen Ländern. Doch die Finanzierung humanitärer Ernährungshilfe in Krisengebieten bricht drastisch ein. Darunter leidet besonders ein Kontinent.

Der Kampf gegen den Hunger kommt weltweit kaum noch voran. In Afrika südlich der Sahara hat sich die Lage seit 2018 sogar verschlechtert. Sieben der acht als alarmierend eingestuften Länder liegen dort, ebenso die drei größten erfassten akuten Ernährungskrisen weltweit. Das zeigen zwei Berichte im Vorfeld des Welternährungstags am 16. Oktober.

Der von der Welthungerhilfe und zwei Partnerorganisationen veröffentlichte Welthunger-Index stieg im Vergleich zu 2018 erstmals in der bis 2000 zurückreichenden Datenreihe wieder an. In 32 Ländern verschlechterte sich die Hungersituation, in 20 weiteren gab es kaum Fortschritte. Der Index berücksichtigt Unterernährung sowie Mangelernährung und Sterblichkeit bei Kindern.

Laut einer Auswertung der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger waren 2025 in 47 erfassten Ländern und Gebieten rund 266 Millionen Menschen von hoher akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Zwei Drittel davon lebten in nur zehn Ländern. Hauptursachen sind demnach bewaffnete Konflikte, die Menschen vertreiben und ihre Lebensgrundlagen zerstören. Dürren, Überschwemmungen und hohe Lebensmittelpreise verschärfen die Not.

Zugleich sank die Finanzierung humanitärer Ernährungshilfe in Krisengebieten nach Angaben der Organisation zwischen 2022 und 2025 um 59 Prozent. Dadurch müssen Hilfsprogramme eingeschränkt werden, die Krisen werden weniger gut erfasst. Die UN-Ernährungsorganisation FAO meldete zwar einen leichten weltweiten Rückgang chronischen Hungers auf 645 Millionen Menschen im Jahr 2025. Die Zahl beruht jedoch auf einer anderen Messgröße als die Erfassung akuter Ernährungskrisen.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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