Panorama

Gescheiterter Munitionskauf Wien-Attentäter zuvor in Slowakei aufgefallen

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Einsatzkräfte sichern einen Tatort in Wien. Bei dem Anschlag sind vier Menschen zu Tode gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die slowakische Polizei hat offenbar bereits im Sommer auf den mutmaßlichen Terroristen von Wien aufmerksam gemacht. Demnach wurden die Behörden in Österreich verständigt, nachdem er dort Munition beschaffen wollte.

Der beim Terrorangriff in Wien erschossene mutmaßliche Attentäter ist der slowakischen Polizei bei einem versuchten Munitionskauf aufgefallen. Das erklärte eine Polizeisprecherin dem TV-Nachrichtensender TA3. In einer Mitteilung auf ihrer offiziellen Facebook-Seite betonte die Polizeidirektion in Bratislava am selben Tag, die in Wien verwendeten Waffen könnten nicht aus der Slowakei stammen.

Zur Erläuterung hieß es: "Die slowakische Polizei erhielt im Sommer die Information, dass verdächtige Personen aus Österreich versuchten, in der Slowakei Munition zu kaufen. Es gelang ihnen aber nicht, den Kauf zu realisieren." Die Information sei unverzüglich der Polizei in Österreich übermittelt worden. Weitere Angaben wolle man nicht machen, um die Ermittlungen in Österreich nicht zu gefährden.

In den vergangenen Jahren wurden wiederholt Waffen mit slowakischen Registriernummern bei Terroranschlägen und anderen Straftaten in Europa verwendet. Auch die deutsche Polizei fand bei Razzien im vergangenen Jahr illegale Waffen slowakischen Ursprungs. Schon im Sommer 2015 verschärfte die Slowakei ihre Gesetzgebung, um den Kauf illegaler Waffen zu verhindern.

Waffenexperten erklärten jedoch, dass einerseits noch in der Slowakei gekaufte Waffen aus der Zeit davor im internationalen Schwarzhandel zirkulierten. Andererseits würden weiterhin ausländische Straftäter durch das frühere Image der Slowakei als leichter Quelle für illegale Waffen dazu verleitet, es hier wieder zu versuchen. Slowakische Medien vermuteten, dass dies auch auf den Wiener Attentäter zutreffen könnte. Am Ende sei er wohl an den nunmehr strengen Kontrollregeln gescheitert.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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