Panorama

Vorfall in Niedersachsen Wolf soll Mann in die Hand gebissen haben

Dieser Fall dürfte die Diskussion um den Umgang mit Wölfen in Deutschland weiter anheizen: In Niedersachsen wird ein Mann in einem Dorf von einem Wolf angegriffen, der nach seiner Hand schnappt. Weitere Tiere beobachten die Szene.

Ein Wolf soll nach Polizeiangaben im niedersächsischen Bülstedt einen Mann in die Hand gebissen haben. Wie die Beamten unter Verweis auf die Angaben des 55-jährigen Gemeindemitarbeiters mitteilten, soll das Tier sich ihm bei Arbeiten an einem Zaun in einer Grünanlage von hinten genähert und nach seiner Hand geschnappt haben. Weitere drei Wölfe eines Rudels hätten dies demnach beobachtet.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagvormittag am Friedhof des Bülstedter Ortsteils Steinfeld, einem kleinen Dorf etwa 35 Kilometer nordöstlich von Bremen. Der 55-Jährige hatte nach eigenen Angaben während der Arbeit an dem Zaun am Boden gekniet und mit der Hand nach hinten gefasst. Dabei bemerkte er, dass diese festgehalten wurde. Als er sich umblickte, sah er den Wolf, der nach seiner Hand schnappte.

Die anderen drei Wölfe verfolgten dies laut Schilderung mit einigem Abstand. Der Mann befreite sich und vertrieb die Wölfe. Später ging er wegen leichter Handverletzungen zu einem Arzt. Wie die Polizei in Rotenburg (Wümme) mitteilte, will das Wolfsbüro des Landes Niedersachsen am Donnerstag weitere Informationen veröffentlichen.

Das Umweltministerium in Hannover bestätigte einen mutmaßlichen Angriff. Wenn die Schilderungen zuträfen, habe damit erstmals in Niedersachsen ein Wolf einen Menschen attackiert. Wie eine Sprecherin des Wolfsbüros sagte, untersuchten zwei Mitarbeiter den gemeldeten Vorfall vor Ort. Der verletzte Arbeiter habe seine Hand verarzten lassen, möglicherweise ließen sich DNA-Spuren sicherstellen, um zu prüfen, ob es sich tatsächlich um den Biss eines Wolfes handelte.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP/dpa

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