Panorama

Im Krankenhaus gestorben Zahl der Todesopfer nach Schießerei auf US-Parade steigt

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Auch am Tag danach sicherten Ermittler weiter Spuren.

(Foto: REUTERS)

In einem Vorort von Chicago eröffnet ein Schütze bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag wahllos das Feuer. Einen Tag nach dem Massaker erliegt ein weiterer Mensch seinen Verletzungen. Derweil suchen die Ermittler weiter fieberhaft nach einem Motiv.

Die Zahl der Todesopfer ist nach den tödlichen Schüssen bei einer Feiertags-Parade in den USA auf sieben gestiegen. Ein Mensch erlag einen Tag nach der Attacke seine Verletzungen, wie die Gerichtsmedizinerin des Bezirks Lake County, Jennifer Banek, mitteilte. Die sechs weiteren getöteten Männer und Freuen seien zwischen 35 und 88 Jahre alt und stammten alle bis auf eine Person aus Highland Park. In dem Vorort von Chicago hatte ein Schütze am Montag, dem Nationalfeiertag der US-Amerikaner, das Feuer eröffnet. Erst Stunden nach der Tat wurde der mutmaßliche Täter gefasst.

Wie die Polizei später mitteilte, hatte der Mann von einem Dach aus mit einem nach ersten Erkenntnissen legal erworbenen Gewehr rund 70 Schüsse offenbar wahllos in die Menschenmenge abgegeben. Mehr als 30 Menschen seien dabei verletzt worden.

Nach Überzeugung der Ermittler hatte der Schütze seine Bluttat wochenlang vorbereitet. Der 21-Jährige habe sich als Frau verkleidet, um seine Identität zu verschleiern und leichter fliehen zu können, sagte ein Polizeisprecher. Er sei über eine Feuerleiter auf das Dach eines Geschäftsgebäudes gelangt. Von dort aus habe er mehr als 70 Schüsse abgefeuert. Anschließend sei er vom Dach gestiegen, habe sein Gewehr fallen lassen und sich unter die Menge der Flüchtenden gemischt. Stunden später wurde er nach einer Verfolgungsjagd im Auto seiner Mutter festgenommen.

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Hinweise auf ein Motiv haben die Ermittler nach eigenen Angaben bislang nicht. Nichts weise darauf hin, dass der Mann bei seiner Tat rassistisch, religiös oder politisch motiviert gewesen sei, sagte Covelli. Die Behörden untersuchen Beiträge und Videos, die der 21-Jährige im Internet veröffentlicht hatte. Laut der Zeitung "Chicago Tribune" ist darunter ein Video mit Zeichnungen eines Schützen und von Menschen, die erschossen werden, und dazu der Kommentar "Ich muss es einfach tun" und "Es ist mein Schicksal. Nichts kann mich stoppen, nicht einmal ich selbst."

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP

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