Panorama

Corona-Krise schlägt voll ein Zahl der Toten in Frankreich bei fast 16.000

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Das Wahrzeichen von Paris ist abgesperrt.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Wieder sterben in Frankreich Hunderte Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Die Epidemie hat wohl auch Konsequenzen für die Tour de France. Und angesichts der verlängerten Ausgangssperre droht die schwerste Rezession seit 1945.

Frankreich hat die bislang höchste Zahl an Covid-19-Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnet: Die Behörden meldeten 762 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl der Toten auf insgesamt 15.729 stieg. 5470 Menschen starben demnach allein in Altenheimen. Landesweit seien mehr als 100.000 Infektionsfälle bestätigt worden, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

Die Zahl der Intensivpatienten sei am sechsten Tag in Folge um 91 auf 6730 gesunken, sagte Salomon weiter. Trotzdem bleibe die Zahl der schwer erkrankten Menschen sehr hoch. Frankreich ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Staatspräsident Emmanuel Macron hat die seit Mitte März geltende landesweite Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert.

Die Tour de France 2020 soll zudem offenbar um zwei Monate verschoben werden. Wie die französische Tageszeitung "Le Dauphiné Libéré" berichtete, soll das ursprünglich vom 27. Juni bis 19. Juli angesetzte Radrennen nun zwischen dem 29. August und 20. September stattfinden. Die Organisatoren bestätigten den Medienbericht bislang nicht.

Neuverschuldung dürfte auf Rekordniveau steigen

Frankreich erwartet wegen der verlängerten Ausgangsbeschränkungen einen noch stärkeren Konjunktureinbruch und mehr neue Schulden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte dieses Jahr um acht statt wie bisher erwartet um sechs Prozent fallen, sagte Finanzminister Bruno Le Maire dem Sender BFM TV. Insidern zufolge soll das 100 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für die Wirtschaft um zehn Milliarden Euro aufgestockt werden. Programme wie diese sowie Steuerausfälle dürften die Neuverschuldung der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone in Rekordhöhe treiben.

Das Staatsdefizit werde bei neun Prozent des BIP liegen, sagte Haushaltsminister Gérald Darmanin dem Sender France Info. "Ein solches Defizit hat unser Land seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie erlebt." Bislang waren die Planungen von minus 7,6 Prozent ausgegangen. Frankreich hatte zuvor die wegen der Pandemie geltenden Ausgangsbeschränkungen um vier Wochen verlängert.

Bis zum 11. Mai müssten sich die Bürger noch an die derzeit geltenden Regeln halten, sagte Präsident Emmanuel Macron am Montagabend. Schon seit ebenfalls vier Wochen dürfen die Franzosen ihre Häuser und Wohnungen nur verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen, Lebensmittel zu kaufen oder allein im Freien Sport zu treiben.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP/rts

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