Panorama

Zehntausende Gläubige in RomLeo XIV. trägt das Kreuz bei Karfreitags-Prozession selbst

03.04.2026, 23:50 Uhr
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Papst Leo XIV. leitet durch die 14 Stationen des Kreuzwegs. (Foto: REUTERS)

Am Ostermontag letzten Jahres ist Papst Franziskus gestorben. Nun leitet sein Nachfolger Leo XIV. zum ersten Mal den traditionellen Kreuzweg. Die Texte zu den einzelnen Stationen haben aktuellen Bezug.

Mit einer großen Karfreitags-Prozession am Kolosseum in Rom hat Papst Leo XIV. bei seinem ersten Osterfest als Oberhaupt der katholischen Kirche an den Leidensweg Jesu Christi erinnert. Der Pontifex, der seit Mai im Amt ist, trug auf allen 14 Stationen des Kreuzwegs selbst ein Kreuz. Das hatte zuletzt Johannes Paul II. im Jahr 1994 so gemacht. Leos Vorgänger Franziskus hatte darauf verzichtet. Der Argentinier hatte in den letzten Jahren vor seinem Tod wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nicht mehr selbst an der Prozession teilnehmen können. Er starb am Ostermontag letzten Jahres.

Mit der Prozession am Kolosseum im Beisein Zehntausender Menschen wird an Jesu Leidensweg auf den Berg Golgotha in Jerusalem erinnert, wo er der Überlieferung nach dann hingerichtet wurde. An den verschiedenen Stationen wurden im Beisein des Papstes Botschaften verlesen. Die Meditation hatte Pater Francesco Patton verfasst, bis zu letzten Jahr Kustos des Heiligen Landes. Die Texte gingen dann auch stark auf die aktuellen Kriege ein, insbesondere den im Nahen Osten.

In einem der Texte hieß es, jede Obrigkeit werde eines Tages vor Gott Rechenschaft ablegen müssen, wie sie die ihr verliehene Macht ausgeübt habe. Dazu gehöre "die Macht zu richten, aber auch die Macht, einen Krieg zu beginnen oder zu beenden; die Macht, zur Gewalt oder zum Frieden zu erziehen; die Macht, das Verlangen nach Rache oder nach Versöhnung zu nähren; die Macht, die Wirtschaft zu nutzen, um Völker zu unterdrücken oder sie aus dem Elend zu befreien; die Macht, die Menschenwürde mit Füßen zu treten oder sie zu schützen".

Für den ersten US-Amerikaner an der Spitze von 1,4 Milliarden Katholiken weltweit ist es das erste Osterfest im neuen Amt. Am Sonntag wird Leo vor Zehntausenden auf dem Petersplatz den traditionellen Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis) spenden. An Ostern wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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