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EU-Staaten gegen schnelles Ende Zeitumstellung entfällt frühestens 2021

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Das nächste Mal werden die Uhren im März umgestellt.

(Foto: imago/Future Image)

Bürger der EU müssen noch mindestens vier Mal die Zeit umstellen: Der österreichische Verkehrsminister bestätigt, dass die Abschaffung ab 2019 auf Widerstand bei mehreren EU-Staaten stößt. Jetzt soll ein "Zeit-Fleckerl-Teppich" verhindert werden.

Die Abschaffung des jährlichen Wechsels von Sommer- auf Winterzeit kommt nicht im nächsten Jahr. "Frühestens 2021 ist es soweit, dass die Zeitumstellung beendet wird", sagte der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Österreich führt derzeit den Vorsitz der EU-Länder.

Sein Land wäre für eine sehr rasche Abschaffung der Zeitumstellung gewesen, sagte Hofer. Doch andere Länder hätten damit Probleme gehabt. Deshalb habe Österreich als Kompromiss die Verschiebung vorgeschlagen. "Hätten wir darauf bestanden, das sofort zu machen, wäre der Vorschlag gescheitert und die Zeitumstellung wäre nicht zu beenden gewesen", sagte der Verkehrsminister. Hofer bestätigte damit einen Pressebericht.

In den EU-Staaten werden seit 1996 am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. Im September hatte die EU-Kommission überraschend vorgeschlagen, schon ab 2019 auf die Zeitumstellung zu verzichten. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Probleme macht nun die Koordinierung zwischen den Ländern: Es gelte, einen "Zeit-Fleckerl-Teppich" zu verhindern, sagte Hofer.

Falls Sie wissen möchten, wie genau die Abschaffung der Zeitumstellung funktioniert und welche Zeit dann wo gelten würde, hören Sie rein in diese Ausgabe von "Wieder was gelernt", dem Podcast von n-tv.de.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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