Urlauber droht StrafeZoll beschlagnahmt Hitler-Tassen

Es sollten "witzige" Souvenirs sein, die ein 39-Jähriger zurück nach Deutschland bringt. Doch der Zoll am Düsseldorfer Flughafen versteht da keinen Spaß: Auf den 13 mitgebrachten Tassen prangt das Konterfei von Adolf Hitler. Ein Strafverfahren wird eingeleitet.
Der Zoll warnt vor Urlaubs-Souvenirs der geschmacklosen Art: Kaffeetassen mit Hitler-Konterfei, Hakenkreuz oder SS-Rune seien derzeit als Souvenirs etwa in Bulgarien frei verkäuflich im Angebot - ihre Einfuhr nach Deutschland sei aber streng verboten, sagte ein Zollsprecher. "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat."
Das habe ein 39-Jähriger aus Essen zu spüren bekommen, bei dem 13 dieser Tassen am Düsseldorfer Flughafen im Gepäck entdeckt wurden. Bei einer Röntgenkontrolle des Reisegepäcks entdeckten die Zöllner zunächst eine ungewöhnlich hohe Zahl an Bechern und entschlossen sich daher, diese genauer unter die Lupe zu nehmen.
Gesetzt gegen verfassungsfeindliche Symbole
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen der Einfuhr von verfassungsfeindlichen Symbolen eingeleitet. Die Tassen würden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.
Bei dem Mann handele es sich wohl nicht um einen Rechtsextremisten, er habe die Becher bloß "witzig" gefunden. Angesichts der zu erwartenden Strafe sei er allerdings recht wortkarg geworden. Das Gesetz sieht eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft für das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole vor, wozu ausdrücklich auch die Einfuhr zählt.