Panorama

Reporterin berichtet aus ICE Zug wegen "Mortimer" evakuiert

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Nach etwa drei Stunden Stillstand wurden die Passagiere von der Feuerwehr aus dem Zug begleitet.

(Foto: Clara Pfeffer)

Beschädigte Oberleitungen und Äste auf den Gleisen durch Sturmtief "Mortimer" machen vielen Reisenden zu schaffen. Unsere Reporterin fährt in einem der Züge, die mitten auf der Strecke liegen bleiben. Nach etwa zwei Stunden ohne Wasser und Strom wird der ICE von der Feuerwehr evakuiert.

Das Sturmtief "Mortimer" beeinträchtigt Hunderte Zugreisende im norddeutschen Raum. Zahlreiche Züge fallen aus oder fahren verspätet ab. n-tv Reporterin Clara Pfeffer war am Morgen mit einem ICE von Berlin nach Braunschweig unterwegs, als der Zug liegenblieb. Der ICE war bereits mehr als eine Stunde unterwegs, als er gegen 7.20 Uhr kurz nach Wolfsburg plötzlich zum Stehen kam. Der Grund war eine beschädigte Oberleitung.

"Es folgte eine Durchsage, dass wir jetzt noch circa 40 Minuten Strom und Wasser haben. Deswegen sollten noch einmal alle zur Toilette gehen", berichtet Pfeffer. Ursprünglich sollte der Zug evakuiert werden, dann sollte doch erst einmal versucht werden, ihn mit einer Abschlepplok von der Strecke zu ziehen. "Die Oberleitung war aber wohl zu stark beschädigt", sagt unsere Reporterin. Gegen 10.15 Uhr wurde der ICE schließlich evakuiert - fast drei Stunden, nachdem der Zug zum Halten kam.

Familien mit Kindern hätten laut unserer Reporterin zuerst aus dem Zug aussteigen dürfen. Die Feuerwehr vor Ort habe geholfen, den Weg entlang der Bahngleise zu der Treppe einer Autobahnbrücke zu finden. Oben an der Brücke hätten dann Busse gewartet, um die Passagiere zum nahegelegenen Hauptbahnhof Wolfsburg zu bringen. "Es ist alles ruhig gelaufen, auch wenn es unangenehm war, so lange Zeit ohne Wasser und Strom im Zug zu verbringen", sagt Clara Pfeffer.

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Die Passagiere mussten mithilfe der Feuerwehr den ICE verlassen.

(Foto: Clara Pfeffer)

Der Sturm "Mortimer" sorgte im Lauf des Tages bereits für mehrere Sperrungen auf den Strecken der Deutschen Bahn. Die meisten wurden inzwischen wieder freigegeben. Derzeit zieht der Sturm über die Nordhälfte Deutschlands in Richtung Ostsee. Für den Nachmittag werden weitere sturmartige Böen erwartet. Bisher gibt es keine Meldungen zu größeren Schäden oder verletzten Personen.

Quelle: n-tv.de, ibu

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