Anwohner in NotunterkünftenZugverkehr in Hamburg wegen Bombenentschärfung lahmgelegt

Mitten auf den Gleisen wird in Hamburg eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Zugverkehr ist vollständig unterbrochen, Anwohner werden evakuiert. Am späten Abend gibt es Entwarnung: Die Bombe ist entschärft.
An einer wichtigen Bahnstrecke im Nordwesten Hamburgs ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Der Fern- und der S-Bahnverkehr waren mehrere Stunden lang unterbrochen. "Es kommt zu massiven Ausfällen aus Richtung Norden", hatte ein Sprecher der Bundespolizei gewarnt. Inzwischen sind die Sperrmaßnahmen aufgehoben, der Zugverkehr ist wieder freigegeben.
Die 500-Pfund-Bombe englischer Bauart hatte auf einer Baustelle an einer Bahnstrecke gelegen, die Hamburg mit dem Norden und Westen Schleswig-Holsteins verbindet. Der Kampfmittelräumdienst war an der S-Bahnstation Diebsteich im Einsatz, wo der neue Bahnhof Altona gebaut wird. Die Station liegt nördlich vom jetzigen Bahnhof Altona. Für die Entschärfung mussten Anwohner im Umkreis von 400 Metern ihre Wohnungen verlassen.
Die Bombe war mit einem chemischen Langzeitzünder versehen. Weil sie bewegt worden war, bestand nach Angaben der Feuerwehr eine akute Explosionsgefahr. Der Kampfmittelräumdienst habe einen schwierigen Einsatz zu bewältigen, hieß es im Vorfeld.
Nach Angaben eines Bahnsprechers war auch die Verbindungsbahn zwischen dem Bahnhof Altona und dem Hauptbahnhof gesperrt. Altona ist Ausgangs- beziehungsweise Endpunkt für viele Fernzüge, die Hamburg mit Niedersachsen und dem Süden Deutschlands verbinden. Fern- und Regionalzüge aus Richtung Süden endeten vorzeitig am Hauptbahnhof und in Hamburg-Harburg. Auch Züge aus Richtung Kiel und Dänemark kamen nicht durch. Die Deutsche Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Taxis ein. Für Fernreisende zwischen Pinneberg und Altona verkehrten Ersatzbusse.
