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Michael Rotondo (li) war in einem Prozess zum Auszug verurteilt worden.
Michael Rotondo (li) war in einem Prozess zum Auszug verurteilt worden.(Foto: AP)
Freitag, 01. Juni 2018

Spielzeug, Kisten, Kram: Zum Auszug Verurteilter verlässt Elternhaus

Weil der Sohn nicht ausziehen will, greifen die Eltern zum letzten Mittel und ziehen vor Gericht. Nun wird es für den 30-Jährigen Zeit, die Koffer zu packen.

Nun wird es ernst für Michael Rotondo. Nachdem der 30-Jährige einen Prozess gegen seine Eltern verloren hat, ist er tatsächlich bei ihnen ausgezogen. Bilder zeigen den gar nicht mehr so jungen Mann dabei, wie er seine Habseligkeiten auf einen Pickup lädt.

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Unterstützt wurde er der britischen "Daily Mail" zufolge dabei von einem Cousin. Rotondo hatte die vergangenen acht Jahre mietfrei in seinem Elternhaus in Camillus im US-Bundesstaat New York gelebt.

Während des Umzugs herrschte Beobachtern zufolge Schweigen zwischen dem Sohn und seinen Eltern. Der Fall hatte international Aufsehen erregt, als Mark und Christina Rotondo gerichtlich erzwangen, dass ihr Sohn ausziehen muss. Danach gewährten sie Michael Rotondo noch 14 Tage bis zum Auszug, er selbst wollte noch ein halbes Jahr bleiben.

Die Eltern hatten argumentiert, dass Rotondo seit Jahren mietfrei bei ihnen lebte, ohne sich in irgendeiner Weise an Haushaltsarbeiten oder Kosten zu beteiligen. Er war wieder bei seinen Eltern eingezogen, nachdem er seinen Job verloren hatte. Er ist noch immer arbeitslos. Im September vergangenen Jahres bemühten sich Mark und Christina Rotondo um ein Besuchsrecht für ihren Enkel.

Mehr Zeug, als gedacht

Rotondo verpackte unter anderem Kleidung, Bilder und Bücher in Kisten, aber auch Spielzeugautos, größere Mengen an Lego-Steinen und Puzzles. Das Spielzeug gehöre seinem Sohn, erklärte er Reportern. "Ich dachte, ich hätte jetzt alles zusammen gepackt, aber es ist entmutigend, es ist schwierig", sagte er der Zeitung. "Ich habe mehr, als ich dachte."

Die New York Post berichtete, Rotondos Zimmer sei unordentlich, außerdem müsse er sich auch noch um einen kaputten weißen Chevrolet Camaro kümmern. Es sei das erste Auto gewesen, das Rotondo 18-jährig gekauft habe und dass nun in der Garage seiner Eltern lagere. Während er Kisten packte, schimpfte der 30-Jährige auf seine Mutter, die ihn im Lauf der Woche mit "Smalltalk" belästigt habe. Wohin Rotondo nun zieht, ist unklar.

Quelle: n-tv.de