Männer stellten sich der PolizeiZwei Syrer fahren bei Fahrübung Loch in Leipziger Flughafenzaun

Der Zwischenfall alarmierte die Behörden: Am Flughafen Leipzig wird am späten Samstag ein Loch im Zaun entdeckt. Die Einsatzkräfte suchen nach Verdächtigen. Der Flugbetrieb wird teilweise eingestellt. Nun melden sich die Verursacher bei der Polizei und beichten ihre Panne.
Bei dem neuerlichen Zwischenfall am Flughafengelände in Leipzig handelt es sich nicht um einen Anschlag. In einem Zaun war am Wochenende ein großes Loch entdeckt worden. Wie die Polizei berichtet, stammt dieses vielmehr von den Fahrversuchen zweier Männer. Diese hätten sich am Sonntagabend im Beisein von Anwälten bei der Polizei in Leipzig gemeldet.
Dort gaben sie an, bei Fahrversuchen die Beschädigung verursacht zu haben. Demnach habe ein 20-Jähriger ohne Fahrerlaubnis am Steuer gesessen und sich auf eine anstehende Prüfung vorbereiten wollen. Auf dem Beifahrersitz habe ein 32-Jähriger gesessen. Beide Männer stammen aus Syrien. Bei der Übung verloren sie die Kontrolle über das Auto und fuhren in den Zaun, der das Flughafengelände begrenzt, hieß es weiter. Das Auto sei von den Männern privat abgeschleppt worden und bei einem Autohandel festgesetzt worden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist der Vorfall nicht von Sicherheitskameras dokumentiert.
Angesichts der angespannten Sicherheitslage hatte der Vorfall die Behörden alarmiert. Einsatzkräfte sicherten das Areal. Ein Polizeihubschrauber und Drohnentechnik der Bundespolizei kamen zum Einsatz auf der Suche nach dem Fahrzeug oder unbefugten Personen auf dem Flughafengelände. Der Flugbetrieb auf der Nordpiste war zeitweise eingestellt worden. Die Südpiste konnte aber weiter betrieben werden. Der Flugverkehr sei am Sonntag durchgehend normal verlaufen, sagte ein Flughafensprecher.
Der Vorfall weckte Erinnerungen an einen mutmaßlichen Anschlagsversuch auf denselben Flughafen am 4. August. Damals waren Drohnenteile und Sprengstoff auf dem Flugfeld in der Nähe von ukrainischen Transportflugzeugen des Typs Antonow entdeckt worden. Die Bundesregierung machte Russland dafür verantwortlich. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, die Ermittlungen belegten eine russische Verantwortung. Die Bundesregierung warnte vor weiteren eskalierenden hybriden Angriffen Russlands auf kritische Infrastruktur in Deutschland.