Panorama

Düstere WHO-Prognose Zweites Corona-Jahr wird noch härter

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Trotz erster Impfstoffe hat die Corona-Pandemie die Welt weiterhin fest im Griff.

(Foto: imago images/blickwinkel)

Eine Besserung ist nicht in Sicht: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten in diesem Jahr weltweit noch härter werden als 2020. Das sagt ein Experte der WHO. Vor allem zwei Gründe könnten die Situation zuspitzen.

Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Mit dem Einsatz von ersten Impfstoffen gegen das Coronavirus blickt die Welt mit großer Hoffnung in das neue Jahr. Der Wunsch: eine Rückkehr zur Normalität, wie wir sie aus Zeiten vor der Pandemie kennen. Nach dem stellvertretenden Generaldirektor der WHO, Mike Ryan, könnte das Coronavirus in diesem Jahr die Welt aber noch härter treffen als im vergangenen Jahr. "Wir gehen in ein zweites Jahr ... es könnte angesichts der Übertragungsdynamik und einiger Probleme, die wir sehen, noch härter sein", sagte Ryan in einer Mitteilung. Der Epidemiologe koordiniert für die WHO den Kampf gegen die Pandemie.

Mögliche Gründe für erhöhte Infektionszahlen seien einige Aspekte im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus. Vor allem die Nordhalbkugel sei angesichts der neuen, ansteckenden Virusmutationen betroffen, so Ryan. Zwei Mutationen des Virus wurden in den vergangenen Wochen in Großbritannien und Südafrika entdeckt. Sie gelten als deutlich ansteckender als die bisherigen Formen des Erregers. Auch etwa die kalte Jahreszeit und erhöhte soziale Kontakte in geschlossenen Räumen seien in vielen Ländern Gründe für ein erhöhtes Infektionsgeschehen.

Nach Angaben der WHO sind neben den aufkommenden Mutationen aber auch die Folgen der Feiertage für steigende Infektionszahlen von Bedeutung. "In einigen Ländern wird die Situation sehr viel schlimmer werden, bevor es besser wird", sagt Maria Van Kerkhove, Epidemiologin für Infektionskrankheiten bei der WHO.

Quelle: ntv.de, jks/rts